RPR1 "Angedacht": Wo zwei oder drei...

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 16. Dezember 2009.

„Verdammt noch mal, ich hätte vielleicht doch öfter mal in die Kirche gehen sollen.“ So schimpft der Firmenchef, der mir in seinem Büro gegenüber sitzt. Er erzählt mir, dass er mit seinem Betrieb aus dem bisherigen Gebäude ausziehen muss. Wie es dann weiter gehen soll? Der Mann hat keine Ahnung.

Hoechstwahrscheinlich ist die Firma damit pleite und alles, was der Mann sich aufgebaut hat, am Ende.

Aber wäre das wirklich zu verhindern gewesen, wenn er nur öfter zur Kirche gegangen wäre? Der Besuch von Gottesdiensten ist kein Garant dafür, dass im Leben alles gut geht.

Aber wer zur Kirche geht, kann Gott seine Sorgen, seine Nöte aber auch seinen Dank sagen. Im Gottesdienst kann er spüren, dass er nicht allein ist in seinem Leben. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen, hat Jesus einmal gesagt.

Jesus will zu uns, unter uns kommen. Er will, dass wir die Gemeinschaft mit ihm spüren. Und das an ganz verschiedenen Orten. Einer davon ist Gottesdienst. Ein anderer kann auch das Büro, in dem ich mit dem Firmenchef sitze und wir gemeinsam beten. Auch dort sind wir in diesem Moment zu zweit in Jesu Namen zusammen. Auch dort ist er mitten unter uns.

Damit ist die Firma noch nicht gerettet. Aber ihr Chef bekommt so neue Kraft für die Zukunft. Was immer die auch bringen wird.

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