Rockland Radio "Feels like heaven": Eine ganz simple Regel.
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 30. Januar 2010.
Sie war 16. Blond. Auf ihre Art hübsch. Mit Grübchen um den Mund. Sie saß vor mir und weinte.
Die anderen in der Schule machen sie fertig, sagt sie. Niemand arbeitet mit ihr zusammen. Niemand setzt sich neben sie. Und wenn sie kommt, fangen die anderen an, zu lachen.
„Ich will gar nicht, dass wir Freunde werden“, erklärt sie. „Aber dass sie mir wenigstens Hallo sagen, wenn ich den Raum betrete.“
Das ist Mobbing. Am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein.
Das ist nicht einfach nur schlechte Stimmung – das ist das Letzte: einen Menschen ausgrenzen, schikanieren – nur weil er anders ist. Weil er Pickel hat, eine Brille oder eine Zahnspange trägt, nicht so hip gekleidet ist, sich anders verhält. Oder, weil er irgendetwas besser kann als andere und so mehr Erfolg hat.
Zum Mobbing gehören immer mehrere. Der, der mobbt und diejenigen, die weggucken und nichts dagegen tun. Dabei ist derjenige, der gemobbt wird, auf die Hilfe der anderen angewiesen.
Darauf, dass sie ein Wort aus der Bibel ernst nehmen. Und zwar die goldene Regel. Sie steht im Matthäusevangelium. Und lautet:
„Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt.“
Eigentlich ganz simple. Oder?
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