RPR1 "Angedacht": "Weiberaufstand".
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 11. Februar 2010:
Heute sind die Frauen an der Macht. An Weiberfastnacht gibt´s viele abgeschnittene Krawatten, entfesselte Furien und einen Hauch von Revolution. Denn wenn die Frauen heute in den Faschingshochburgen die Rathäuser stürmen, proben sie damit ganz klar den Aufstand gegen eine – gefühlte – übermächtige Männerwelt.
Heute sind die Frauen an der Macht und fordern närrisch-selbstbewusst Gleichberechtigung. Dabei hat sich ja schon einiges getan. Im Grundgesetz ist die Gleichstellung von Mann und Frau klar geregelt. Auch wenn sie im Alltag immer wieder neu erkämpft werden muss.
Ein Kampf, den nicht zuletzt auch christliche Männer und Frauen führen. Gerade in der Bibel finden sie Ansätze für ein geschwisterliches, faires Miteinander, wenn es im Neuen Testament heißt: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt eins in Christus.“
Dazu passt der Weiberfasching. Denn das ist so ein Tag, an dem im närrischen Treiben die Unterschiede manchmal gleich auf den Kopf gedreht werden: Ob Arm oder reich, Frau oder Mann, Ortsansässiger oder Zugezogener.
Den Hexen unter uns wünsche ich heute schon mal viel Spaß! Und freue mich über ihr närrisches Hexenregiment. Weil sie uns damit den Spiegel vorhalten. Darin sehen wir nichts anderes als unsere noch immer ziemlich verrückte Welt!
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