RPR1 "Angedacht": In der Mitte des Lebens.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 13. Februar 2010:
„Weiblich, fromm, geschieden“ so hat die Presse getitelt, als Margot Kässmann im letzten Jahr zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland wurde. Die Wahl der über 50jährigen, geschiedenen Mutter von vier Töchtern wurde heiß diskutiert.
Ein Vorbild auch im Privatleben sollen Pfarrerinnen sein, forderten die einen. Andere fanden: Auch eine Pfarrerin ist nur ein Mensch. Und 25 Jahre Ehe muss man ihr erst mal nachmachen.
Neben all den Schlagzeilen über Margot Käßmann, kann man auch ein eigenes Buch von ihr lesen. „In der Mitte des Lebens“ – so heißt das neue Werk der Pfarrerin, Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden.
Ein Bestseller. Denn Margot Kässmann spricht darin ganz frei über Schönheit und Scheitern, ihren eigenen Brustkrebs, Freundschaft und Alleinsein, Krankheit und Glück, Jugendlichkeit und Älterwerden. Es wird klar: Margot Kässmann füllt ihr Amt als Pfarrerin aus.
Auch, indem sie mutig politische Impulse setzt, wie Anfang des Jahres in ihrer Neujahrspredigt. „Nichts ist gut in Afghanistan“, hat sie gesagt und damit eine neue Diskussion über deutsche Soldaten in Afghanistan angeregt.
Die eigenen Schwächen nicht verleugnen und sich couragiert einmischen in gesellschaftliche und politische Fragen – dadurch wird Margot Käßmann wirklich zum Vorbild.
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