RPR1 "Angedacht": Zwei Helden.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 22. Februar 2010:

Es gibt sie in Ludwigshafen, Mainz, Koblenz und noch in vielen anderen deutschen Städten Straßen, Plätze und Schulen, benannt nach zwei Helden. Ich spreche von den Geschwistern Hans und Sophie Scholl.

Beide studieren 1943 in Hitler-Deutschland an der Uni in München. Gemeinsam mit anderen engagieren sie sich dort friedlich in der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ gegen den Nationalsozialismus.

Sie verbreiten Flugblätter gegen den Krieg und die Diktatur unter Hitler. Als sie ihre Schriften in der Münchner Uni verteilen, werden sie vom Hausmeister überrascht und von ihm angezeigt. Vier Tage später schon findet der Prozess statt. Hans und Sophie Scholl werden zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag wird das Urteil vollstreckt: Der Kalender zeigt den 22. Februar 1943.

Die Absicht der Verantwortlichen ist leicht zu durchschauen: Alles soll ruck-zuck gehen, um eventuelle Nachahmer abzuschrecken. Für den Augenblick mag die
Taktik scheinbar aufgegangen zu sein. Gott sei Dank aber nur für den Augenblick. Denn vielmehr ist es so:

Bis heute sind die Geschwister Scholl für ihren beispielhaften friedlichen Widerstand bekannt. Sie waren tief davon überzeugt, christlich zu handeln, indem sie erlittenes und offensichtliches Unrecht nicht stillschweigend erduldeten, sondern die Missstände dieser Zeit aufdeckten. Deshalb sind die beiden für mich Helden. Hingerichtet heute vor genau 66 Jahren.

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