RPR1 "Angedacht": Aus vier mach eins?
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 26. Februar 2010:
Aus vier mach eins – das muss sich im 2. Jahrhundert nach Christus, also vor rund 1800 Jahren, ein Mann namens Tatian gedacht haben. Er hat damals den Versuch unternommen, die vier Evangelien des Neuen Testamentes, Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, zu einem Evangelium zusammenzufassen.
Durchsetzen konnte er sich mit seiner Idee aber nicht. Denn schon die Christen damals hatten eines kapiert: Nur in dem vierfachen, unterschiedlichen Zeugnis der Evangelien wird der eine Jesus Christus wirklich erkannt:
So ist für Markus z. B. wichtig, dass Jesus in unvergleichlicher Vollmacht predigt und handelt. Wo Jesus ist, können Dämonen wirklich nur noch die Flucht ergreifen.
Matthäus dagegen stellt Jesus eher als einen Lehrer dar, der zwar Gottes Liebe bringt, gleichzeitig aber rigoros fordert, dass Gottes Gebote eingehalten werden müssen.
Wieder anders steht´s bei Lukas. Er schildert Jesus in seinem Evangelium als den Retter der Sünder und der Verlorenen.
Johannes hat in Jesus den Offenbarer Gottes erkannt, auf dessen Weg bei uns auf Erden von Anfang an etwas von Gottes Herrlichkeit aufleuchtet.
Vier ganz unterschiedliche Autoren erzählen uns im Neuen Testament die Geschichte Jesu Christi, jeder aus seiner ganz besonderen Sicht. Aus vier mach eins, das heißt für mich:
„Vier Evangelien – ein Christus.“
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