RPR1 "Angedacht": Der reichste Mensch der Welt.
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 25. März 2010:
„Wenn ich sterbe, kann ich nichts davon mitnehmen“, sagt der reichste Mensch der Welt über sich selbst. Sein Name? Nein, nicht Bill Gates. Der steht in Sachen Reichtum weltweit jetzt auf dem 2.Platz.
An der Spitze der reichsten Menschen steht seit diesem Jahr ein Mexikaner: Carlos Slim. Sein Vermögen: 53 1/2 Milliarden Dollar! Und das in einem Land, in dem Millionen Menschen in Armut leben.
Wie Carlos Slim so reich geworden ist? Er besitzt den größten Telefonkonzern in Mexiko und mischt auch weltweit kräftig mit. 2 Millionen Dollar verdient er pro Stunde.
Ist so viel Reichtum verwerflich? Nein. Immerhin bietet sein Imperium 210.000 Menschen Arbeit. Bedenklich ist schon eher, dass ein Einzelner so viel wirtschaftliche Macht in seinen Händen hält.
Aber seinen Reichtum gönne ich ihm. Glück kann er sich davon nämlich nicht kaufen. Und ein längeres Leben auch nicht.
Das Neue Testament erzählt von der Begegnung zwischen Jesus und einem reichen Mann. Der fragt, was er tun muss, um ewig zu leben. Jesus antwortet ihm, dass sein Reichtum ihm dabei nicht helfen wird und dass er sich davon lösen soll. Dazu fehlt dem Reichen der Mut. Jesus verurteilt ihn deshalb nicht. Er bedauert ihn nur.
Ich glaube nicht, dass Jesus etwas gegen finanziellen Reichtum hat. Ihm geht es um Gerechtigkeit. Im Himmel, so verstehe ich Jesus, gibt es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Also soll es die auf der Erde auch nicht geben.
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