RPR1 "Angedacht": Der Brei des Lebens.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 25. Juli 2010:

Man nehme eine Handvoll Erde, ein bisschen Spucke und verrühre das zu einem schönen klebrigen Brei! – Klingt ziemlich eklig, finden Sie? Ja, ich auch! Ist aber sozusagen ein himmlisches Rezept. Aus dem Johannesevangelium.

Als Jesus an einem Blinden vorübergeht, macht er einen Brei aus den beschriebenen Zutaten, streicht ihn dem Blinden auf die Augen und schickt ihn dann zu einem Teich. Dort soll der Blinde sich waschen. Das tut er und kann auf einmal wieder sehen.

Es ist ein Wunder! Aber: mal ehrlich, wäre das nicht auch anders gegangen? Musste es unbedingt der Spucke-Erde-Brei sein? Hätte Jesus nicht auch einfach mit den Fingern schnipsen oder dem Blinden die Hand auflegen können?

Vielleicht schon! Ich glaube, diese Frage hat sich für Jesus nicht gestellt. Er hat gewusst, dass er dem Blinden mit dem seltsamen Brei heilen kann. Also, hat er es gemacht! Fertig!

D.h. nicht ganz, denn im Johannesevangelium steht, dass der Blinde erst sehen konnte, nachdem er sich im Teich gewaschen hatte. So wie Jesus es ihm gesagt hat und der Blinde hat offenbar an Jesus geglaubt. Denn sonst wäre er nicht an den Teich gegangen, sondern hätte sich den Brei an Ort und Stelle aus dem Gesicht gewischt.

Erst der Glaube des Blinden hat das Spucke-Erde-Gemisch zu einem Wunderbrei gemacht. Heißt also: Ohne Glaube, kein Wunder. Egal ob per Fingerschnipp oder mithilfe eines Breis aus Spucke und Erde.

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