RPR1 "Angedacht": Gefährlicher Jordan.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 09. August 2010:
Eine Gefahrenmeldung aus dem Nahen Osten: Israel und Jordanien sind aufgefordert worden, die Taufe von Christen im Jordan-Fluss zu verbieten. Hintergrund dieser Forderung ist kein religiöser Konflikt, die Warnmeldung kommt von Umweltschützern. Der Jordan, so behaupten sie, berge erhebliche Gesundheitsrisiken.
Dass Christen sich im Jordan taufen lassen, hat seinen Grund in der biblischen Geschichte von Johannes dem Täufer. Dieser Johannes taucht diejenigen, die sich ihm zuwenden, in das rauschende Jordanwasser ein.
Ein Zeichen soll dies sein für eine äußere und innere Reinigung, eine Reinigung die einen neuen Anfang setzen soll. Johannes prominentester Täufling ist Jesus aus Nazareth.
Wenn heute im Namen Jesu getauft wird, dann ist in den wenigsten Fällen Jordan-Wasser im Spiel. Das ist auch unnötig. Denn bei der Taufe kommt es nicht auf die Herkunft des Wassers an, so wie es nicht auf die Herkunft des Täuflings ankommt.
Worauf es ankommt ist, dass die Taufe jeden Getauften in eine enge Beziehung zu Jesus bringt, zu seiner Art zu leben, zu lieben, zu hoffen und zu glauben. Das Wasser der Erde wird zum Wasser des Himmels, zum Zeichen der Liebe Gottes.
Übrigens: die Taufen im Jordan gehen weiter. Das israelische Gesundheitsministerium sieht keinen Grund für ein Verbot aufgrund dreckigen Wassers.
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