RPR1 "Angedacht": Sturmstillung.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 28. August 2010:

Endlich Urlaub. Ich stehe am Hafen Neßmersiel – dem Anlegeplatz für die Fähre zur ostfriesischen Insel Baltrum. Das Wetter ist wunderschön. Eine frische Prise weht mir um die Nase.

Bis, ja bis urplötzlich der Himmel dunkler und der Wind immer stärker wird. Wie aus heiterem Himmel geht’s dann los:
Der Wind wird so heftig, dass die Menschen nicht mehr aufrecht gehen können, viele Passagiere schreien, Kinder heulen. Über Lautsprecher informiert uns der Kapitän, dass ein Tornado über die ostfriesischen Inseln hinwegfegt.

Und ich? Ich erinnere mich an die neutestamentliche Geschichte von der Sturmstillung. Auf dem See Genezareth treibt ein Boot hilflos auf den hohen Wellen. Die Menschen haben Angst. Simon, ein Jünger Jesu, versucht das Boot vor dem Kentern zu bewahren, bis seine Kräfte langsam nachlassen.

Er sucht Jesus und ist erstaunt, als er seiht, dass Jesus schläft. In so einer lebensgefährlichen Situation. Wütend weckt er Jesus und bittet ihn um Hilfe. Der steht auf und sagt zu dem Meer: „Schweig und verstumme!“ Und der Wind legt sich…!

Und urplötzlich klart auch der Himmel über Neßmersiel wieder auf. So schnell, wie der Tornado gekommen ist, verschwindet er wieder. Und ich merke, ein wenig Gottvertrauen im Alltag ist doch auch ganz gut.

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