RPR1 "Angedacht": Düstere Stimmung.

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 15. November 2010:

Für unsere Stimmung brechen jetzt schwere Zeiten an. Kein Wunder, es ist November. Das ist immer auch die Zeit des Abschiednehmens: von der Sonne, von der Lust, sich draußen aufzuhalten und manchmal auch von der Zuversicht, alles schon irgendwie schaffen zu können.

Wetterfühlige Menschen verfallen jetzt vielleicht in eine trübe, graue, traurige Stimmung. Scheinbar die perfekte Zeit für Trauer- und Gedenktage . Diese Woche zum Beispiel ist eingerahmt von Volkstrauertag und Totensonntag.
Es muss die Urangst des Menschen vor der Dunkelheit gewesen sein, die dazu geführt hat, Tod und November miteinander zu verbinden. Dabei hatten die Menschen nicht immer ein so düsteres Verhältnis zum Tod.

Frühere Generationen waren durchaus in der Lage, den Tod als natürlichen Teil des Lebens zu begreifen – und zu ertragen. Und auch in heutiger Zeit gibt es Völker, die ganz selbstverständlich mit dem Tod umgehen. Zum Beispiel die Mexikaner, sie feiern Todesfeste – nicht für die Hinterbliebenen, sondern für die Toten selbst – weil sie überzeugt sind, dass deren Seelen weiter leben.

Als Christin kann auch mein Glaube auch mir helfen, den Tod nicht mehr als Ende, sondern als Neuanfang zu verstehen. Im Vertrauen auf das Versprechen Jesu: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Dann wird sogar der Gedanke an den Tod so etwas wie Licht in diese dunkle Jahreszeit bringen können.

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