RPR1 "Angedacht": Was ihr getan habt einem dieser Geringsten...

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 19. November 2010:

Täglich machen neue Horrormeldungen über die Schulden von Städten und Gemeinden die Runde: Mainz in diesem Jahr: 120 Millionen Euro. Koblenz: über 70 Millionen und Trier: gut 65 Millionen Euro. Den Löwenanteil daran machen die steigenden Sozialkosten aus. Kosten die für die Menschen übernommen werden müssen, die aus eigener Kraft nicht genug zum Leben haben.

Gott sei Dank, denken Sie jetzt vielleicht, bin ich nicht auf dieses Geld angewiesen. Mir geht es gut und das wird auch so bleiben. Aber nicht immer läuft alles so glatt wie wir uns das wünschen. Die Mehrzahl der Hartz-4-Empfänger hat sich diese Lebenssituation nicht erträumt. Genauso wenig wie die vielen, die auf der Straße leben, immer selbst an ihrem sozialen Niedergang schuld sind.

Von der Arbeitslosigkeit über Mietrückstände bis zur Wohnungslosigkeit kann es manchmal nur ein kurzer Weg sein. Und bald könnte er noch kürzer werden, fürchtet die Evangelische Obdachlosenhilfe. Dann nämlich, wenn die Bundesregierung ernst macht und Hartz-4-Empfängern das Geld kürzt – zum Beispiel, wenn sie einen Termin im Jobcenter versäumen.

„Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt Jesus. Überlegen Sie doch mal, was Sie für Menschen tun könnten, die es nicht – oder vielleicht auch nur nicht mehr – so gut haben wie Sie.

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