RPR1 "Angedacht": Lichtverschmutzung.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 16. Dezember 2010:

Viele Städte und Dörfer strahlen in diesen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes: Weihnachtsbeleuchtung, wohin man blickt. Nicht wenige sprechen von
Energie verschwendung, Geldmacherei; es ist eine leidige Diskussion … alle Jahre wieder.

Ich allerdings gestehe, dass ich Weihnachtsbeleuchtung schön finde. Ich mag die leuchtenden Sterne in den Fenstern und die festliche Lichterketten auf den Tannen.

Was ich allerdings nicht mag, sind bunte Stakkato-Lichtorgeln an den Balkonen oder schrill blinkende überdimensionale Weihnachtsmänner, die irgendwo in den Vorgärten rumhängen – das ist mir persönlich zu viel, als wäre es nicht schon hell genug in unseren Städten.

‚Lichtverschmutzung’ so nennen italienische und amerikanische Forscher dieses Phänomen und haben passend dazu eine Studie veröffentlicht. Eine Erkenntnis daraus: Weil so viel Kunstlicht die Nächte extrem erhellt, sehen die meisten Menschen in Westeuropa keinen klaren Sternenhimmel mehr.

Und der gefällt mir persönlich gerade jetzt in der Adventszeit noch besser als die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und Dörfern. In der Stille und der Dunkelheit auf den Feldwegen außerhalb der Stadt genieße ich es, in den Himmel zu schauen, und die Sterne zu sehen.

Und jedes Mal bin ich für einen kurzen Augenblick überzeugt davon, den am Himmel den „Stern von Bethlehem“ erkannt zu haben.

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