RPR1 "Angedacht": Irgendwo und irgendwen.
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 17. Dezember 2010:
So kurz vor den Weihnachtsferien plaudern meine Schüler und ich in gemütlicher Atmosphäre im Religionsunterricht darüber, wen wir während der Festtage alles besuchen werden. Martin meint trocken: “An Weihnachten scheint wohl jeder auf den Beinen zu sein, um irgendwen, irgendwo zu besuchen!“
Ich stimme ihm zu und sage: „Das ist genau das Problem: Irgendwen und irgendwo!“ Viele haben offenbar vergessen haben, dass hinter diesen Besuchen viel mehr steckt als nur eine schöne Tradition oder vielleicht lästige Pflichterfüllung.
Ich erinnere meine Schüler deshalb an Gott, der sich in Jesus im übertragenen Sinne auf den Weg macht, um uns Menschen zu besuchen. Mal ehrlich: Wer denkt denn da heute noch daran? Zwar sind viele unterwegs in dieser vorweihnachtlichen Zeit und auf den Weihnachtsmärkten und in den Kaufhäusern ist immer viel los – aber nur wenige sind unterwegs, um – wieder im übertragenen Sinne – die Botschaft des Kindes in der Krippe zu suchen.
Vor 2000 Jahren war das nicht anders: Nur ein paar Hirten und paar Weise haben sich auf den Weg gemacht, das Kind zu sehen. Doch diese wenigen reagieren: Sie fangen an zu loben und zu danken, weil große Freude ihr Leben erfüllt und weil sie das Wort aus dem Lukasevangelium zu verstehen beginnen: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk!“
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