RPR1 "Angedacht": Schlagloch.

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 21. Februar 2011:

Ich bin Dirk Alpermann von der evangelischen Kirche. Guten Morgen.

Das Schlimmste in Sachen Eis und Schnee haben wir wohl überstanden. In einem Monat ist Frühlingsanfang, und dann ist dieser Winter vorbei! Doch die Spuren werden noch lange bleiben.

Der Winter hat viele Straßen in Kraterlandschaften verwandelt, in Schlaglochpisten, die das Autofahren zum Härtetest für Fahrer und Fahrzeug machen. Jahrelang wurden die Straßen nur notdürftig geflickt, jetzt bekommen wir die Quittung dafür. Milliarden wird es kosten, alle Schäden zu beseitigen.

Auch im Leben gibt es Zeiten, die Schlaglöcher hinterlassen. Nicht auf den Straßen, sondern auf der Seele. Trennungen, Verluste, Krisen können wie lange, harte Winter sein.

Wenn das Schlimmste vorbei ist, werden die Wunden sichtbar. Die heilen zwar. Aber sie hinterlassen Narben. Es ist wie mit einer geflickten Straße: Noch Jahre später merkt man beim Drüberfahren, wo die Schlaglöcher waren.

Im 23. Psalm spricht ein Mensch über diese Erfahrung: Er hat Angst und Dunkelheit durchlebt, Schlaglöcher sind auf seiner Seele entstanden. Aber er spürt es deutlich: In allem Schmerz und Leid hat Gott ihn gehalten und das gibt Kraft für die Zukunft „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, die Stecken und Stab trösten mich“. So betet dieser Mensch.

Das eigene Vertrauen so wie er auf Gott setzen zu können – das wünsche ich ihnen heute und jeden neuen Tag.

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