RPR1 "Angedacht": Fastenzeit.

Pfarrer Dr. Joerg Weber, Trier, spricht „Angedacht“ bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 09. März 2011.

„In der Fastenzeit verzichte ich aufs Saxophonspielen“, sagt ein Studienkollege und schaut mich ernst an. „Ich wusste gar nicht, dass Du Saxophon spielst“, entgegne ich ihm. „Eben, deshalb verzichte ich ja auch darauf“, erwidert er im Brustton der Überzeugung. Dann lacht er.

Jenseits des schrägen Humors meines Kollegen ist Fasten ja durchaus eine ernste Sache. „7 Wochen Ohne“, Heilfasten, Autofasten oder der Verzicht auf Alkohol und Süßigkeiten sind gerade wieder in. Und der Aschermittwoch ist der Beginn der Fasten- oder Passionszeit. Der Zeit, in der an das Leiden Jesu gedacht wird.

Fasten bedeutet verzichten. Um sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Es geht also weniger ums Abnehmen oder den Test, ob es auch ohne Feierabendbier geht. Diese Wochen vor Ostern helfen meiner Erinnerung an Jesu Leiden.

Um das ansatzweise nachzuempfinden, kann ich fasten. Ich muss es aber nicht. Hauptsache, ich bin empfänglich und kann mich auch auf anderes konzentrieren als den normalen Alltagskram. Gott ist menschliches Leid nämlich nicht fremd. Wir nennen Jesus deshalb den Christus, weil wir glauben: In ihm hat Gott das Leiden erlebt und leidet mit.

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