RPR1 'Angedacht': Versprechen muss man halten

Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 20. Juni 2008:

„Was du einmal versprochen hast, das musst du auch halten.“ Wissen Sie, woher diese Worte stammen? Die sind aus dem Froschkönig, Grimms Märchen. Die Königstochter hat versprochen, den Frosch in ihr Kämmerlein zu lassen, und am Ende will er gar in ihr Bett.

Manchmal entpuppen sich Versprechen als regelrecht unangenehm. Vielleicht werden sie deshalb auch ganz gerne gebrochen.

Aber welche Versprechen halten die Menschen hierzulande wohl am ehesten? Ehe, Eid oder Pünktlichkeit – welches ist das wichtigste? Eine repräsentative Untersuchung ergab jetzt: Keines der drei! Das Versprechen, welches über siebzig Prozent der Bevölkerung bereit sind, wirklich zu halten, ist das Versprechen, das sie einem Kind gegeben haben.

„Heute Abend lese ich dir vor“ – Oder: „Morgen machen wir gemeinsam eine Radtour“. Das sind Versprechen, die nicht gebrochen werden.

Denn solche Versprechen sind Teil des Urvertrauens, das Kinder brauchen, um groß zu werden. Was ein Erwachsener sagt, das muss gelten. Darauf kannst du dich verlassen. So sehen es die Kinder.

„Ich liebe dich, egal wie du bist“, so könnte man dieses Versprechen auch ausdrücken, und das klingt so wohltuend wie das Versprechen, das Gott den Menschen gegeben hat, als er im Alten Testament sagte: Ich werde dich niemals verlassen.

Der Froschkönig in Grimms Märchen entpuppte sich übrigens als Prinz, nachdem die Königstochter ihn geküsst hatte – so schön kann es sein, Versprechen auch zu halten.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 1.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Kommentare  

Ihr Kommentar

No audio file allowed