RPR1 'Angedacht': 1000 Friedensfrauen weltweit - jetzt in Trier
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 30. Juni 2008:
Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen. Sagt Jesus in der Bergpredigt.
Martine Bonny Dikongue dürfte sich diese Bezeichnung verdient haben. Die Wissenschaftlerin aus Kamerun arbeitet als Trainerin. Sie hilft Menschen dabei, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Ihr Traum ist, „alle Menschen lächeln zu sehen, nicht weil sie es müssen, sondern weil es von innen kommt.“
Vor allem in Ruanda hilft sie traumatisierten Überlebenden des Völkermordes, wieder Vertrauen zu ihren Mitmenschen zu gewinnen. Dabei hat Frau Dikongue einen ganz eigenen Ansatz in der Trauma-Arbeit entwickelt. Sie verbindet verschiedene Kulturtechniken miteinander, die in der afrikanischen Tradition gründen. Dazu gehören Geschichten, Theater, Tanz und Gesang. Frau Dikongue nennt ihren Ansatz die “Methode der weißen Taube”. Langsam und sanft gelingt es ihr, verwüstete Seelen zu heilen. Wunden vernarben zu lassen.
„Jetzt sieht man wieder lächelnde Kinder und lachende Menschen in den Straßen Ruandas.“ sagt sie. „Das ist ein Anfang. Die Menschen fangen wieder zu leben an.”
Zusammen mit anderen Frauen wird Frau Dikongue in einer Ausstellung porträtiert. „1000 Friedensfrauen weltweit“ – so heißt diese Schau. Bis Ende August ist sie in Trier in der Konstantin-Basilika zu sehen.
Beispielhaft machen die Lebensgeschichten und Erfahrungen all dieser Frauen sichtbar: Eigentlich kann jeder etwas tun – für den Frieden.
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