SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Verantwortung tragen.

Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 23. Juli 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Liebe geht durch den Magen.

Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 22. Juli 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Essen verbindet.

Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 21. Juli 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Vergebung und Gerechtigkeit.

Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Dienstag, 20. Juli 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Leichtigkeit gewinnen.

Pfarrerin Annette Bassler, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Montag, 19. Juli 2010.

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RPR1 "Angedacht": Der Regenwurm.

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 17. Juli 2010:

Schon ganz trocken ist seine Haut und er kommt nur noch langsam voran. Den Regenwurm hat es erwischt – beim Überqueren der Straße. Der staubige Asphalt und die höher steigende Sonne lassen ihn mitten auf seinem Weg vertrocknen. Langsam und doch schneller als seine Kräfte es zulassen.

Mitten auf dem Weg zu vertrocknen, das erinnert mich an Situationen in meinem eigenen Leben. Von der Hitze des Tages, von Ereignissen überrascht zu werden, mich selbst zu überschätzen und eine Wegstrecke zu unterschätzen, das kenne ich gut. Und dann kommt es mir auch schon mal so vor, als wenn ich einfach vertrockne – mitten auf dem Asphalt. Meine Kraft verdunstet und ich bekomme Angst – Angst, dass es einfach nicht reicht bis zum rettenden Ufer.

Und dann? Dann halte ich inne, versuche mich zu beruhigen und besinne mich auf die Quellen meiner Kraft: meine Familie, meine Freunde, schöne Musik, lieb gemeinte Worte. Und ich versuche, daraus Leben zu schöpfen, so wie auch aus den alten Verheißungen, aus Gottes Wort: Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Und ich hoffe, dass etwas passiert. Vielleicht erwartet das auch gerade der Regenwurm und so nehme ihn behutsam auf und lege ihn ins schattige Gras, in der Hoffnung, dass auch er es schafft.

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RPR1 "Angedacht": Komm wieder herein!

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 16. Juli 2010:

Der Konfirmandenunterricht war in vollem Gange und deswegen auch sehr laut, die Kinder unruhig. Ein Konfirmand musste sich besonders beweisen. Er, der etwas kleiner war als alle anderen, wollte nun zeigen, dass auch er sich Gehör verschaffen kann. Bis die Grenze überschritten war und er eine Auszeit bekommen hat.

Draußen vor der Tür, alleine, ohne die anderen, sollte er sich wieder beruhigen. Wie lange er dort sitzen würde, das wusste er nicht. Vielleicht nur ein paar Minuten, vielleicht aber auch bis zum Ende der Stunde. „Aber vor dem Segen darf ich wieder hereinkommen, oder?, hat der Konfirmand gefragt .

Ungewissheit lag in seiner Stimme, die bis dahin laut und kräftig war, etwas Flehendes und auch irgendwie Trotziges. Ein prüfender Blick, dann habe ich geantwortet: „Vor dem Segen rufe ich dich wieder herein!“ Auch meine Stimme war eine Spur weicher geworden. Der Segen war ihm also wichtig. Kaum zu glauben, aber wahr.

Auch mir ist der Segen wichtig: er umfängt mich, gibt mir Wärme, Halt und Sicherheit, nimmt mich an die Hand und geht die weiteren, selbst die unsicheren Schritte mit. Im Segen kommt Gott selbst mir nah, seine Kraft durchströmt mich. Er leuchtet auch mitten am Tag, denn Gottes Angesicht wendet sich mir zu, strahlt über mir, wie die Sonne an einem Sommertag. Und Gott sagt: Komm wieder herein!

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