RPR1 "Angedacht": Ein guter Freund.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 31. Juli 2010:
„Wer einen Freund hat, der braucht sich vor nichts zu fürchten!“ So macht der kleine Bär dem kleinen Tiger, in den Kinderbüchern von Janosch, immer wieder Mut!
Und pünktlich zum heutigen internationalen Tag der Freundschaft ist es erwiesen! Ein guter Freund ist auch der Schlüssel zu einem längeren Leben! Das hat es eine Universität im australischen Adelaide herausgefunden.
Wir brauchen jemanden, auf den wir uns verlassen können. Der zu uns stehen, wenn mal nicht alles so gut läuft. Bei dem ich sein darf wie ich bin, mal stark mal schwach, ohne mich verstellen zu müssen. Jemandem, dem ich vertrauen kann. Für mich sind das zum einen Menschen um mich herum und zum anderen auch Gott.
Wer solche Freundschaften im Leben hat, kann viel ruhiger und gelassener leben, und laut der Studie sein Leben viel souveräner meistern. Und das erstaunliche an der Studie: Solche gute Freunde sind für uns sogar wichtiger, als unsre eigene Familie!
Deshalb sag ich allen meinen Lebensverlängerern heute einfach mal, Schön, dass es euch gibt! Und nicht vergessen: „Wer einen Freund hat, der braucht sich vor nichts zu fürchten!“
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RPR1 "Angedacht": Das geht auf!
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 30. Juli 2010:
„Nimm Trockenhefe und setz die mit einem Löffel Zucker in einem Viertelliter warmer Milch an! Gelingt immer!“ Das war das Geheimnis meiner Oma für den perfekten Hefeteig, der garantiert aufgeht!
Wenn das im Leben nur auch so leicht gehen würde. Aber, da ist das Angebot an Erfolgsrezepten viel größer, die Auswahl viel schwieriger: Schönheit, Geld und Macht…
Aber ob das immer aufgeht? Mal ehrlich, richtig fröhlich und locker sehen mir die Hollywood-Stars und die Top-Manager auch nicht immer aus. Also: was kann ich tun, damit mein Leben gelingt?
Der Apostel Paulus hat sein ganz bescheidenes Rezept in der Bibel festgehalten: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.
Man nehme eine Prise Hoffnung. Hoffnung darauf, dass ein anderer etwas Gutes vor hat mit mir und meinem Leben, dass da mehr möglich ist, als ich vielleicht meine. Dazu ein gutes Maß Geduld, weil nicht alles sofort gelingt. Weil manches im Leben eben auch Zeit zum reifen braucht. Und zum Schluss eine ordentliche Portion Beharrlichkeit, um mein Bestes aus meinem Leben zu machen.
Klar, ist das auch kein Patentrezept. Aber trotzdem vertraue ich darauf, dass es aufgeht.
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RPR1 "Angedacht": Au Backe!
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 29. Juli 2010:
Der Nächste bitte! Nach einer halben Stunde ist es so weit! Die Stunde der Wahrheit! Ich bin dran und nehme im Zahnarztstuhl Platz.
In der Luft hängt dieser typische Desinfektionsgeruch und dazu die Geräusche von dem röchelnden Sauger! Und am liebsten würde ich weglaufen, als ich den Bohrer vor mir sehe! plötzlich ist mein Mund aus Panik wie zugeschweist!
So muss sich wohl der Prophet Jona gefühlt haben, denke ich nur. Der sollte der Stadt Ninive Gottes Strafdrohung sagen, hat aber auch die Zähne nicht auseinander bekommen!
Aus Angst läuft er weg und wird auf seiner Flucht von einem großen Fisch verschluckt! Aber selbst dort hat Gott ihn nicht verlassen. Der Fisch hat Jona wieder ausgespuckt.
„Bitte Mund aufmachen“ höre ich meine Zahnärztin. Und egal wie hoch ich im Zahnarztstuhl nach oben krieche – Ich kann wohl nicht davonlaufen!
Zitternd und mit Puls 165 mache ich „AAAAAH“ – wie ein Fisch, der einen ganzen Propheten ausspucken muss.
„Danke, alles in Ordnung! In nem halben Jahr dann wieder!“ sagt die Zahnärztin und schüttelt meine angstverschwitzte Hand.
Und ich bin dankbar und frei und bete wie Jona: Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!
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RPR1 "Angedacht": Musterknabe oder Lausbub?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 28. Juli 2010:
Bei Freunden von mir hat sich Nachwuchs eingestellt. Und zur Geburt des Kleinen hab ich die perfekte Glückwunschkarte gefunden: Ein Baby in Lederjacke und darüber der Satz: Musterknabe oder Lausbub? Hauptsache gesund.
Was wird aus meinem Kind? fragen viele Eltern. Gerade heute wo die optimale Entwicklung so wichtig ist, um später im Wettkampf der Welt die richtigen Fähigkeiten vorweisen zu können.
Im Buchhandel gibt ein ganze Regale voller Elternbücher, die alle kluge Ratschläge dazu parat halten. Z.B. „Gehirnjogging für Neugeborene“ oder „Ein ausgeglichenes Baby mit Lavendelöl“ und wenn alles nicht hilft: „Warum Kinder zu Tyrannen werden“ , das ist ein absoluter Verkaufsschlager für besorgte Eltern!
Musterknabe oder Lausbub? „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.” So heißt es in einem Psalm der Bibel. Vielleicht sollte ein Kind vor allem das lernen.
Das Staunen darüber, was in ihm steckt, welche ganz eigene Gaben und Fähigkeiten und Talente Gott ihm geschenkt hat, ganz egal was die Welt erwartet. Weil jedes Kind und jeder Mensch ganz einzigartig ist!
Musterknabe oder Lausbub? Für Gott ist die Antwort schon klar! Ein geliebtes Kind – einfach wunderbar.
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RPR1 "Angedacht": Bitte recht freundlich!
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 27. Juli 2010:
Es ist doch eine Frechheit! mit 8 km/h zu schnell haben sie mich geblitzt! 15 EURO Bußgeld und dann noch dieser freche Spruch auf dem Bescheid: „Mit freundlichen Grüßen, Meyer!“
Den Spott gibt es wohl gratis dazu! So ein Ordnungsgeld tut weh, das ist ganz und gar nicht freundlich!
Aber wieso eigentlich aufregen! Ich muss ja zugeben: Tempolimits gibt’s nicht umsonst. Wenn jeder fahren würde, wie er will…nicht auszudenken.
Ich habe einen Fehler gemacht und wurde erwischt! Deshalb muss ich jetzt zahlen, aber das ist letztlich nicht schlimm, sondern zutiefst menschlich. Uns allen passieren manchmal Fehler in der Hektik des Lebens, nicht nur im Straßenverkehr. Entscheidend ist nur, ob wir aus ihnen lernen und uns in Zukunft anders verhalten.
Umkehr nennt das die Bibel. Weg vom schlechten und hin zu dem was uns allen gut tut! Und weil wir unsere Fehler selbst oft gar nicht immer merken und uns leicht mal verrennen, brauchen wir ab und zu einen freundlichen aber bestimmten Schubs in die richtige Richtung.
Erforsche mich, Gott, ... sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. So bittet ein Mensch in der Bibel. Und ich sage: liebe Polizei, Danke, für den freundlichen Hinweis!
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RPR1 "Angedacht": Der Rasenmäher.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 26. Juli 2010:
Endlich Urlaub! Kein Telefon, das dauernd klingelt und niemand der mir ständig neue Arbeit auf den Tisch knallt… Heute lieg ich auf der Terrasse im Liegestuhl, dazu ein Eistee und ein Krimi… einfach mal nichts tun…
Ihr Gras ist ganz schön hoch! – Stellt da meinen Nachbar mit dem geschulten Blick des ordentlichen Gärtners fest. Stimmt schon, bald kitzelt es am Bauchnabel, wenn ich durchgehe. Fast ein kleiner Urwald meine Wiese. Was werden da die Leute über mich denken, wenn die vorbeigehen und das sehen?
Ach was! „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ So steht es in der Bibel. Glaube hat also was mit Freiheit zu tun.
Eben auch der Freiheit von dem, was andere sagen und erwarten. Freiheit von dem, was alle tun und manche Menschen so meinen. Und so frei will ich leben! Wenigstens ab und zu.
Deshalb bleibt der Rasenmäher diese Woche einfach aus! Und ich lege mit mitten rein in meinen kleinen Urwald! Und alle, die das sehen, sollen sich ruhig wundern und die Köpfe schütteln! Und staunen, wie frei man als ordentlicher Christ leben darf…
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RPR1 "Angedacht": Der Brei des Lebens.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 25. Juli 2010:
Man nehme eine Handvoll Erde, ein bisschen Spucke und verrühre das zu einem schönen klebrigen Brei! – Klingt ziemlich eklig, finden Sie? Ja, ich auch! Ist aber sozusagen ein himmlisches Rezept. Aus dem Johannesevangelium.
Als Jesus an einem Blinden vorübergeht, macht er einen Brei aus den beschriebenen Zutaten, streicht ihn dem Blinden auf die Augen und schickt ihn dann zu einem Teich. Dort soll der Blinde sich waschen. Das tut er und kann auf einmal wieder sehen.
Es ist ein Wunder! Aber: mal ehrlich, wäre das nicht auch anders gegangen? Musste es unbedingt der Spucke-Erde-Brei sein? Hätte Jesus nicht auch einfach mit den Fingern schnipsen oder dem Blinden die Hand auflegen können?
Vielleicht schon! Ich glaube, diese Frage hat sich für Jesus nicht gestellt. Er hat gewusst, dass er dem Blinden mit dem seltsamen Brei heilen kann. Also, hat er es gemacht! Fertig!
D.h. nicht ganz, denn im Johannesevangelium steht, dass der Blinde erst sehen konnte, nachdem er sich im Teich gewaschen hatte. So wie Jesus es ihm gesagt hat und der Blinde hat offenbar an Jesus geglaubt. Denn sonst wäre er nicht an den Teich gegangen, sondern hätte sich den Brei an Ort und Stelle aus dem Gesicht gewischt.
Erst der Glaube des Blinden hat das Spucke-Erde-Gemisch zu einem Wunderbrei gemacht. Heißt also: Ohne Glaube, kein Wunder. Egal ob per Fingerschnipp oder mithilfe eines Breis aus Spucke und Erde.
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