Pfälzische Landesyynode: Landeskirche will Klima-Offensive starten - Interview mit der Umweltbeauftragten Bärbel Schäfer

Pfälzische Landessynode will Klima-Offensive starten

In Speyer ist heute die Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz zum zweiten Arbeitstag ihrer Frühjahrstagung zusammengekommen. Nachdem die Synode bereits gestern den 50-jährigen Oberkirchenrat Christian Schad zum neuen Kirchenpräsidenten gewählt hat, steht heute das Schwerpunktthema “Bewahrung der Schöpfung” auf der Tagesordnung. Die Landeskirche will eine Klima-Offensive starten. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz spricht darüber mit Bärbel Schäfer, der Umweltbeauftragten der pfälzischen Landeskirche.

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Pfälzische Landessynode: Christian Schad zum Kirchenpräsidenten gewählt

Große Mehrheit für einzigen Kandidaten: Synode wählt Christian Schad zum Kirchenpräsidenten

Speyer. Der designierte Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) heißt Christian Schad. Der 50-Jährige, seit 1999 als geistlicher Oberkirchenrat unter anderem zuständig für die Bereiche Diakonie, Liturgie, Mission, Ökumene und Seelsorge, wurde von der Landessynode mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Kirchenpräsident Eberhard Cherdron gewählt. Er ist der achte Pfarrer an der Spitze der Evangelischen Kirche der Pfalz seit 1945. Eberhard Cherdron tritt am 30. November 2008 in den Ruhestand.

(Audiobeitrag von: Alexander Ebel, Ev. Rundfunkdienst Pfalz)

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Evangelischer Kirchenbote: Die Stärken der Kirche deutlich machen - Kandidat Schad betont Kirchenleitung als kollegiale Verantwortung

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 21/2008:

Die Stärken der Kirche deutlich machen – Kandidat Schad lehnt die Bezeichnung Bischof ab – Kirchenleitung als kollegiale Verantwortung betont

Kirchenleitung hat sich nach den Worten des Kandidaten für das Amt des Kirchenpräsidenten, Oberkirchenrat Christian Schad, wie jedes andere kirchliche Handeln an dem biblischen Auftrag zu orientieren, Gottes freie Gnade an alle Menschen auszurichten. Die Kirche sei eine Gemeinschaft, die der Verheißung Gottes vertraue und deshalb gerade in der gegenwärtigen Umbruchsituation Hoffnung und Ermutigung ausstrahle, sagt Schad auf die Anfragen des „Kirchenboten“.

(Sprecher: Alexander Ebel)

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RPR1 'Angedacht': Phantom Paulus

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 24. Mai 2008:

„So sah Paulus aus – Polizei erstellt Phantombild des Apostels“ so titelte letzte Woche meine Tageszeitung auf der ersten Seite. Das Landeskriminalamt Düsseldorf hat „auf der Grundlage von historischen Zeichnungen, Texten und Bildern“ ein Phantombild des Apostels Paulus erstellt.

Schön sieht er nicht gerade aus. Ein hageres, schmales Gesicht, große Nase, braune, eindringliche Augen, ein grauer Vollbart um das spitze Kinn, und Geheimratsecken, die sich fast schon treffen. Kurze Haare. Wieso eigentlich kurze Haare, frage ich mich. Woher wissen die das? Steht das irgendwo, und ist das überhaupt wichtig?

Ich bin erstaunt, dass dieser Paulus es immerhin nach 1950 Jahren immer noch schafft, auf die Titelseite einer Tageszeitung zu kommen, wenn auch nur auf das untere Drittel. Ich bin fast schon ein wenig verwundert, dass sich ein Expertenteam mit seiner Gesichtsrekonstruktion beschäftigt, obwohl er laut Text aktuell „nicht zur Fahndung ausgeschrieben“ ist.

Und doch – je länger ich dieses Bild aus dem Computer betrachte, desto mehr komme ich zu der Überzeugung: Ich bekomme ein viel aussagekräftigeres Bild von Paulus … wenn ich seine Briefe lese.

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Tafel

Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 24. Mai 2008:

Seit kurzem gibt es in unserer Stadt auch eine Tafel. Als die ins Leben gerufen wurde, war ich überwältigt von der Menge ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

Noch üppiger ist das Angebot an überschüssigen Lebensmitteln, die vom Tisch der Gesellschaft fallen. Es wird viel ausgegeben, es bleibt immer noch ganz viel übrig. Unser tägliches Brot füllt Säcke.

Es tut schon gut, Menschen zu helfen. Aber ich sehe die Geschichte auch kritisch. Menschen müssen sich melden und ihre Bedürftigkeit nachweisen. Zu wenig Rente. Zu wenig Arbeitslosengeld. Dann bekommen sie einen Berechtigungsschein. Damit können sie bei der Tafel einkaufen, ein Euro Selbstbeteiligung. Der Euro tut nicht weh. Er mag das Gefühl vermitteln, man ginge einkaufen. Auch wer wenig hat, soll tafeln können. Es soll nicht nach Armenspeisung aussehen.

Mein nachdenklicher Beitrag zum Tischgespräch an der Tafel: Muss nicht unsere Hilfe für Bedürftige grundlegender ansetzen? Haben wir da nicht ordentlich politische Hausaufgaben zu machen?

Bis wir darin Erfolg haben: Helfen Sie mit!
Ich wünsche Ihnen einen gedeckten Tisch!

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RPR1 'Angedacht': Sich selbst besuchen

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 23. Mai 2008:

Wann haben Sie sich eigentlich das letzte Mal eine Freude gemacht? Eine Freude, nur Ihnen allein – ganz ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Wann habe ich mir zuletzt eine Freude gemacht, das habe ich mich gefragt, als mein Kalenderblatt mir für den Tag ein Zitat von Karl Valentin mitgegeben hat. „Heute mach ich mir eine Freude und besuche mich selbst.“

Mal wieder bei sich selbst zu sein und sich nicht um alles andere drehen, das erscheint mir sehr erstrebenswert. Doch dann mischt sich auch ein mulmiges Gefühl bei. Eine Freude nur für mich selbst, das klingt irgendwie auch egoistisch, als ob man sich nur um sich selbst drehen möchte.

Und doch, bei genauerem Überlegen kommt es mir gar nicht mehr so egoistisch vor, denn es ruft mich ja nicht auf, nur bei mir zu sein – als Dauergast etwa, sondern mich mal wieder zu besuchen. Neben all den Verpflichtungen anderen gegenüber auch mal wieder an mich zu denken, aufzutanken, um meinen eigenen Weg weitergehen zu können.

Für seinen Nächsten da sein, nicht wegzuschauen, wenn etwas passiert, und doch sich auch mal aus dem Trubel herausnehmen können. Bei aller Nächstenliebe sich selbst aber nicht zu vergessen.

Ich freue mich auf meinen Besuch. Und ich glaube, ich werde mir meine Lieblingsschokolade anbieten.

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Rockland 'Feels Like Heaven': Sozialstation - nach vorne schauen

Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 23. Mai 2008:

Bei der Eröffnung einer Gewerbeschau vor kurzem wies der Vorsitzende auf das breite Angebot der Messe hin. Der Vertreter der Stadt wiederum rühmte die gute Ausstattung der Stadt mit Geschäften. Dass in der Innenstadt einige Geschäftsräume leer stehen, erklärte er zu einer Randerscheinung und sagte: Solange wir nach vorn schauen können, haben wir auch eine Zukunft!
Ich will kein Spielverderber sein, auch kein Besserwisser.
Aber ich musste in diesem Moment an Menschen denken, die innerlich oder äußerlich, psychisch oder finanziell, familiär, gesundheitlich oder wirtschaftlich an einem Abgrund stehen. Ob man denen das mit dem Nach-vorn-Schauen auch sagen kann?

Dann habe ich beim Rundgang aber auch das Angebot meiner ökumenischen Sozialstation gesehen. Das richtet sich an Menschen, die Pflege, Begleitung und Betreuung brauchen. Die werden besucht und professionell versorgt. An-gehörige werden entlastet. Menschen können Gemeinschaft pflegen. Wir sind ein christlicher Dienstleister, sagt unser Geschäftsführer immer. Recht hat er.

Innerlich habe ich erst an dieser Stelle aufatmen können.
Denn ich sehe es so: Weil uns eine Zukunft verheißen ist, darum haben wir einen Weg. Darum können wir auch mit Hoffnung nach vorn schauen.

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