RPR1 'Angedacht': Werte - Was gilt für alle?
Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 15.6.2008:
Von Werten ist viel die Rede in der letzten Zeit. Von verlässlichen Sätzen, die für alle Menschen gelten sollen. Aber welche sollen das sein? Wir leben in einer Kultur, die längst durch viele Einwanderer geprägt ist. Was soll also gelten für die vielen Verschiedenen, hier in Deutschland und in ganz Europa?
Ich mache einen Vorschlag: Nehmen wir doch die 10 Gebote! Sie gelten für die Christen, für Juden, und sie gelten auch für die Moslems. Denn die Geschichte von Mose, der die Gebotstafeln aus Gottes Hand in Empfang nimmt, die steht auch im Koran, in Sure 17. Und die Gebote dort sind den biblischen 10 Geboten sehr ähnlich.
Das erste Gebot im Koran: „Es ist kein Gott außer Allah. Setze ihm keinen anderen Gott zur Seite.“ Das klingt vertraut: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland in die Freiheit geführt hat. Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben.“ So lautet das erste Gebot der Bibel.
Für Juden, Christen und Moslems ist also grundlegend: Setze keinen anderen Gott neben Gott. Lass dich nicht knechten und abhängig machen von etwas, das deine Seele, deinen Willen, deinen Geist unterwirft.
Man könnte auch so sagen: Mensch, woran du auch glaubst, nimm deinen Glauben an Gott ernst. Unterdrücke niemanden im Namen deiner Überzeugungen. Opfere niemanden für deine Religion. Foltere niemanden im Namen des Glaubens!
Das erste Gebot. Wir haben es mit den Moslems und Juden gemeinsam. Ein Gebot der Toleranz und der Freiheit.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Auf Bobbycars ins Reich Gottes
Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 15.6.2008:
Wer um alles in der Welt schiebt denn nachts um halb zwei die Mülltonnen durch die Gegend? Fragend aufgeweckt und ziemlich aufgeschreckt von diesem Geräusch wälze ich mich im Bett hin und her. Und dann, im Abstand von jeweils einer Viertelstunde dasselbe Geräusch noch weitere zweimal. Jetzt will ich es aber genau wissen, ziehe mich an, gehe mit meiner großen Taschenlampe aus dem Haus und denk, ich seh´ nicht recht:
Es waren gar keine Mülltonnen, sondern Bobbycars. Auf vier kleinen robusten Kinderautos sitzen gestandene erwachsene Männer! Und die hatten vielleicht ihren Spaß bei einer nächtlichen Rallye bergab auf der Hauptstraße direkt hinter unserem Haus.
Ob sie nicht zu einer anderen Tageszeit für die Formel 1 üben könnten, frage ich verschlafen in die Runde. Nein, das wäre schon wegen des Verkehrs nicht möglich, und außerdem bräuchten ja tagsüber ihre Kinder die Bobbycars zum Spielen! Mit diesen stichhaltigen Argumenten warben die Männer um mein Verständnis für das ´Kind im Manne´.
Einmal ganz unbeschwert, unbekümmert und sorgenfrei sein – einfach so, wie Kinder sind! Ob Jesus das gemeint hat, als er sagte: „Wenn ihr euch nicht ändert und werdet wie die Kinder, kommt ihr nie in das Reich Gottes!“
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