50 Jahre Frauenordination in der Pfalz - Interview mit Oberkirchenrätin Karin Kessel

Am 1. Juli 1958, also vor 50 Jahren, trat in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Kraft. Zeitgleich verabschiedete auch die Synode der pfälzischen Landeskirche ein wegweisendes Gesetz: Von nun an konnten Frauen, die ein Theologiestudium absolviert hatten, auch ordiniert werden. Über die Bedeutung dieses umstrittenen Beschlusses spricht Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz mit Oberkirchenrätin Karin Kessel, der leitenden Juristin der pfälzischen Landeskirche.

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RPR1 'Angedacht': Was das Herz begehrt

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 2. Juli 2008:

Es war einmal ein junger Mann, der war sehr reich. Trotzdem wurde er seines Lebens nicht froh. „Ob ich wohl krank bin?“ – fragte er sich. „Ich besitze doch alles, was das Herz begehrt. Und bin trotzdem nicht glücklich. Was ist nur mit mir los?“ Kein Arzt konnte ihm helfen. Schließlich ging der junge Mann zu einem Weisen – und klagte ihm sein Leid.

„Du besitzt alles, was das Herz begehrt?“ fragte der Weise nachdenklich. Dann holte er einen Kasten, der voller Spiegel war. „Nun wollen wir mal sehen,…“ sagte er. „Besitzen Sie ein Haus?“ – „Nicht nur eins. Ich habe hundert Häuser – sehr rentabel.“ Der Weise nickte und heftete wortlos einen Spiegel an die Wand. „Gehören ihnen Ländereien?“ – „Aber sicher!“ Der Weise nahm einen zweiten Spiegel und hängte ihn auf.

Nach und nach zählte der junge Mann auf, was er alles besaß. Und der Weise hängte einen Spiegel nach dem anderen auf – bis kein Platz mehr an den Wänden war.
„Nun, sehen Sie sich um“, sagte der Weise. „Was erkennen Sie?“

„Ich sehe mich!“ antwortete der junge Mann. „Eigentlich überall. An jeder Wand! – Alle Spiegel zeigen mein Bild.“ „Damit haben wir die Ursache ihres Leidens erkannt. Sie haben nur sich selbst im Blick gehabt. – Davon kann aber kein Mensch leben.“ –
Mir gefällt diese kleine Geschichte. Denn sie macht deutlich:
Kein Mensch ist für sich selbst geschaffen. Wir brauchen den anderen, den Nächsten, den Mitmenschen. Damit wir Mensch sein können.

Jesus hat das übrigens so gesagt: Liebe deinen Nächsten – wie dich selbst.

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Toll gemacht!

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 2. Juli 2008:

Ich möchte manchmal so gerne perfekt sein. Zu dem, was ich mache, sagen können: Toll gemacht! Die Worte der Bibel stacheln ja auch geradezu dazu an, Jesus sagt: “Seid vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist.”

Ein starker Anspruch, vollkommen sein zu wollen wie Gott! Und wenn ich das dann erst versuche – es ist doch ein ein-ziges Scheitern, immer gibt es etwas, was noch zu verbessern ist, immer stimmt etwas nicht. Eigentlich ist es doch zum Verzweifeln!

Aber! Es steht zwar in der Bibel, was Jesus gesagt hat, aber nicht, WIE er es gesagt hat. Und ich glaube, ich kann da schon ein kleines ironisches Augenzwinkern bei ihm mithören.

Der Gedanke Jesu – mich in einem Satz mit Gott zu vergleichen, das verschlägt mir bei näherer Betrachtung schon ein wenig den Atem: Sollte ich doch vollkommener sein, als ich oft von mir glaube?

Denn immer dann, wenn ich nach vorne schaue, sehe ich oft, was noch nicht fertig ist, was noch nicht vollkommen ist. Wenn ich aber auf mein Leben zurückschaue, dann ist doch bereits eine ganze Menge schon richtig gut gelungen. Sollte mich das nicht zufriedener machen und entspannter in die Zukunft schauen lassen? Ich versuch’s mal… Machen Sie mit?

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