Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Sozialstation
Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 15. August 2008:
Vor knapp zwei Jahren bin ich zum Vorsitzenden unserer ökumenischen Sozialstation gewählt worden. Sozialstationen beschäftigen Schwestern, die kranke und alte Menschen besuchen und betreuen. Wir sagen gern bei Präsentationen von uns selbst, wir sind ein christlicher Dienstleister. Wir helfen mit, Menschen ambulant zu pflegen, bevor stationäre Pflege unumgänglich wird.
Mit christlich ist der theologisch geprägte Begriff ökumenisch eigentlich ganz gut und allgemein verständlich verpackt.
Aber warum Sozialstation? Sozial bedeutet auf Gesellschaft bezogen. Aber das sind andere Einrichtungen auch, obwohl es in ihrem Namen nicht vorkommt.
Und Station? Das erinnert mich immer zuerst an einen Bahnhof. Bushaltestelle. Tankstelle. Anhalten, ausruhen, auftanken. Das ist’s ja nicht ganz.
Dass uns da kein schöneres Wort eingefallen ist! Dass es da keinen Wettbewerb um den passendsten Namen gegeben hat. So ein bisschen spröde: Sozialstation. Obwohl Christlicher Dienstleister klingt auch nur als Erklärung gut.
Egal. Am Wichtigsten ist, dass wir nach dem Wort Jesu handeln: Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.
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RPR1 'Angedacht': Fairness
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 14. August 2008:
„Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die gültigen Regeln respektieren und befolgen und uns dabei einem Sport ohne Doping und ohne Drogen verpflichten, im wahren Geist der Sportlichkeit, für den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft.“
Dieser olympische Eid wurde vor wenigen Tagen wieder gesprochen, bei der Eröffnung der Olympischen Spiele. Es ist ein Versprechen, den Fair-Play-Gedanken zu beachten. Seit fast einer Woche kämpfen wieder Sportler aus aller Herren Länder in Peking um Ruhm und Ehre, für sich selbst und das Land, das sie repräsentieren. Und wir verfolgen gespannt, wie sich unsere Sportler schlagen auf dem Feld der Ehre.
Was beim sportlichen Wettkampf gilt, das sollte auch meinen Alltag bestimmen. Ob im privaten oder beruflichen Bereich, wünsche ich mir das Fair-Play: dass es selbstverständlich sein sollte, dass Regeln des Miteinanders befolgt und Partner oder Gegner anständig behandelt werden.
Ein fairer Spieler soll durchaus mit seinem Gegner kämpfen. Er fordert alles von ihm und von sich. Aber er bleibt immer fair, auch wenn er verlieren sollte. Und fair ist der, der seine Niederlage eingesteht und dem Sieger gratulieren kann.
Denn daran möchte ich mich orientieren: am anständigen und fairen Verhalten dieser Sportler, die Vorbild sind in Siegen und Niederlagen – auch für mein ganz normales Leben.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Anrufbeantworter
Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 14. August 2008:
Ich muss beruflich viel telefonieren, wie andere Leute auch. Phantastisch, wie weit sich diese ganze Technik entwickelt hat!
Ich kann auf dem Display sehen, wer anruft. Ich kann entscheiden, annehmen oder gar nicht erst drangehen. Ich kann zwischen Ruf und Fax wählen lassen. Ich kann auf eine Nebenstelle weiterleiten. Ich kann sogar auf ein mobiles Gerät umleiten, das irgendwo unterwegs ist und sei es in einem Fahrzeug. Einfach gigantisch!
Kürzlich habe ich eine für mich neue Erfahrung gemacht. Eine Mahnung lag in der Post, zweiter Schritt, mit Mehrkosten und Hinweis auf ein Inkassobüro. Das hat mir imponiert. Ich hab mich also an den Apparat gehängt und meinen Mitarbeiter angerufen, der die Rechnung verursacht hat. Das heißt, ich wollte.
Nach einigem Läuten sagte seine Stimme maschinell, das sei ein Anrufbeantworter, er hat aber nichts beantwortet, sondern nur auf eine mobile Nummer verweisen. Die habe ich dann gewählt. Nach einigem Läuten sagte eine andere Stimme, der Gesprächspartner sei nicht erreichbar.
Also, so viel Technik macht mich ratlos. Da halte ich es viel lieber mit dem Angebot Gottes: Rufe mich an in der Not, ich will dich retten und du sollst mich preisen.
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RPR1 'Angedacht': Verhaltensregeln
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 13. August 2008:
Die Ampel schaltet auf grün. Verzweifelt versucht die junge Frau ihr Auto an der Spitze der Kolonne in Gang zu bringen. Hinter ihr ertönt ein vielstimmiges Hupkonzert. Aber der Wagen rührt sich nicht von der Stelle. Da steigt die junge Frau aus, steuert mit entschlossener Miene auf den nächsten Wagen zu und spricht den Fahrer freundlich an: „Mein Herr, darf ich Ihnen einen Tausch vorschlagen? Sie versuchen, meinen Wagen in Gang zu setzen, und ich übernehme in der Zeit für Sie das Hupen!“
Respekt – so habe ich noch nicht reagiert! Mit Humor und Freundlichkeit hat sie aus der Situation die Spannung herausgenommen. Ich für mein Teil reagiere da normalerweise eher gereizt und schimpfe vor mich hin.
Aber so geht es besser: Mit guter Miene sich in die Lage des anderen versetzen – damit lassen sich viele kleine Reibereien und Wutausbrüche oder Konflikte vermeiden.
Jesus fasst das in seiner Bergpredigt in einem Satz zusammen, der nach wie vor aktuell ist: Behandelt die Menschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt!
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Zeit
Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 13. August 2008:
Haben Sie einen Augenblick Zeit? In dem Städtchen, in dem ich wohne, in Rockenhausen in der Nordpfalz, da haben wir sogar ein Museum für Zeit! Fantastisch!
Was haben Menschen nicht schon alles unternommen, um sichtbar und messbar zu machen, wie die Zeit vergeht. Sonnenuhren werfen Schatten mit ihrem Zeiger. Wenn die Sonne scheint. Wasseruhren aus dem alten Ägypten hängen mit Bewässerung und Fruchtbarkeit der Felder zusammen. Sie gehen aber nur, wenn genügend Wasser da ist. Riesige Kirchturmuhren mit Pendeln, die mehrere Meter lang sind. Sie müssen natürlich regelmäßig aufgezogen werden. Wirtshausuhren wurden oben nahe der Decke angebracht: Kein fröhlicher Zecher konnte sie verstellen, um mal schnell die Sperrstunde weiter hinaus zu schieben.
Eins aber zeigt keine Uhr an: Woher haben wir eigentlich unsere Zeit bekommen? Wer fragt uns, was wir mit unserer Zeit anfangen?
Ein Blick in die Bibel sagt: Unsere Zeit ist Gottes Zeit. Gott leiht sie uns, Gott teilt sie mit uns. Im Psalm heißt es Meine Zeit steht in deinen Händen.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Internationaler Tag der Jugend
Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 12. August 2008:
Der Kalender sagt mir, heute ist der Internationale Tag der Jugend. Das habe ich bis vor kurzem nicht gewusst. Also habe ich mal nachgelesen.
12. August, Internationaler Tag der Jugend. Von der UNO ausgerufen. Jugendliche in aller Welt sollen sich an Politik beteiligen. Politikerinnen und Politiker sollen begreifen lernen, dass ihre Politik nicht nur die Erwachsenen angeht, sondern sich auch auf Jugendliche auswirkt. Kinder und Jugendliche sind von politischen Entscheidungen direkt betroffen, es sei in der Ausbildung, der Gesundheit, der Umwelt, in der Wirtschafts- oder Sicherheitspolitik oder vielem anderen mehr.
2008 will die UNO vor allem deutlich machen: Alte und junge Menschen sollen in allen Bereichen der Gesellschaft solidarisch miteinander leben, Verantwortung füreinander übernehmen, miteinander sprechen, zuhören und sich ernst nehmen – auch über diesen Tag hinaus!
Solches Zusammenleben finde ich in der Bibel beim Propheten Sacharja beschrieben. Gott sagt: Es werden wieder alte Menschen auf den Plätzen der Stadt sitzen, und auf den Straßen wird es von spielenden Kindern wimmeln.
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RPR1 'Angedacht': One Chance
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 12. August 2008:
Ganz allein steht er da am Mikrofon auf dieser riesigen kahlen Bühne – ein etwas fülliger Mann im schwarzen Anzug mit rosa Hemd. Er wirkt ein wenig unbeholfen und die Jury guckt ziemlich skeptisch als er sagt: Ich singe etwas aus einer Oper. Und er beginnt zu singen. In dem Moment geschieht es: Mit einer Stimme die bezaubert und anrührt schlägt er alle Zuhörer in Bann. Auch mich.
Das habe ich so noch nicht erlebt. Obwohl ich es nur im Fernsehen mitbekommen habe, hat mich Paul Potts Arie zu Tränen gerührt. Mit seinem ehrlichen und authentischen Auftritt bei der Casting-Show „Britain’s Got Talent“ verblüfft er Jury und Publikum und hat dem Sound seiner Seele Klang gegeben. Die Zuschauer sind fasziniert und begeistert.
Das ist das eigentliche Geheimnis des Phänomens Paul Potts: Das Echte, Ungekünstelte, eine Stimme, die nicht nur aus der Kehle, sondern aus vollem Herzen kommt.
In einer Welt chirurgisch designter Modellkörper und virtueller Pseudo-Stars zeigt mir dieser Mensch, dass Inhalt um ein Vielfaches wichtiger ist als Verpackung. Dass Mut und Risiko belohnt werden, dass jeder sein Schicksal in die eigene Hand nehmen kann. „ Ich möchte einmal das tun, wovon ich mein ganzes Leben geträumt habe,“ sagt Paul Potts vor seinem Auftritt zur Jury.
Mich hat das sehr berührt, und es macht mir Mut – auch zu meinen Träumen ja zu sagen und diese Träume zu leben.
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