Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Nach Olympia

Pfarrerin Carmen Deßloch, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 24. August 2008:

Olympia – ein Fest der Nationen, des Friedens und der sportlichen Höchstleistungen. Diese Olympischen Spiele in Peking hatten für mich einen bitteren Beigeschmack und das lag sicherlich nicht an den sportlichen Erfolgen.

Unglaublich, was ein Michael Phelps im Schwimmbecken erreicht hat – oder einer, der für sich ein Märchen hat wahr werden lassen, wie Slalom-Goldkanute Alexander Grimm. Das konnte ich nur staunend verfolgen.

Diese Spiele waren für mich aber kein Fest der Nationen. Da ging es vor allem einer Nation darum, sich zu präsentieren: China. Sportlich ist das gelungen. Aber kann eine Nation darauf wirklich stolz sein, wenn sie gleichzeitig die Menschenrechte mit Füßen tritt und so der Welt zeigt, was sie vom Frieden hält? Menschenrechte und Menschenwürde sind das, was eine Nation groß macht. Das ist es, was zählt: vor und nach Olympia.

„Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker.” So drastisch sieht das die Bibel.
Ein Maßstab für alle Völker – nicht nur bei den Olympischen Spielen.

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Evangelischer Kirchenbote: 40-jähriges Bestehen des Diakonischen Werks Pfalz gefeiert - Christian Schad kritisiert wachsende soziale Ungleichheit

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 34/2008:

Christian Schad kritisiert wachsende soziale Ungleichheit – 40-jähriges Bestehen des Diakonischen Werks Pfalz gefeiert – Diakoniepräsident Kottnik kündigt Vereinigung mit der Entwicklungsarbeit an

Die wachsende soziale Ungleichheit hat Oberkirchenrat Christian Schad im Gottesdienst zum 40-jährigen Bestehen des Diakonischen Werks Pfalz kritisiert. Im Zeichen der verheißenen Gerechtigkeit Gottes sei zu mahnen, „dass es nicht Ziel des Wirtschaftens sein kann, das Einkommen einiger maßlos zu erhöhen“, sagte Schad am vergangenen Sonntag in Speyer. Allen Menschen müsse die Möglichkeit gegeben werden, ihren Lebensunterhalt zu erarbeiten.

(Sprecher: Alexander Ebel, erd Pfalz)

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RPR1 'Angedacht': Gospel-Fitness - Mit Jesus gegen Fettpölsterchen?

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 24. August 2008:

Gottesdienst und Gebet können bewegend sein. Manchmal auch in einem ganz wörtlichen Sinn. “Gospel-Fitness” heißt der neueste Trend in den USA. Im ganzen Land bauen Kirchen Keller und Hinterzimmer zu Fitnessräumen um. Gehüpft, gebeugt, gedehnt, gestreckt wird sich hier zu rhythmischen religiösen Klängen. Damit nicht genug, fordern Trainer oder Trainerin zwischendurch zum Lobpreis auf oder zitieren aus der Bibel. Mit Jesus gegen Fettpölsterchen.

Der Kniff mit dem Glauben wirkt auf viele offenbar motivierender als die Aussicht, mehrmals wöchentlich den säkularen Weg des Schwitzens zu gehen: ins Hightech-Fitness-Center am Stadtrand. “Ohne Gott würde ich das nicht durchstehen”, sagt eine Teilnehmerin, und einer der wenigen Männer: “Körper und Geist sind uns von Gott geschenkt und wir sollen beide gut behandeln”.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Gospel-Fitness-Welle über den Atlantik schwappt – mögen sich hierzulande auch Zweifel anmelden: Wer steht dabei eigentlich im Mittelpunkt? Gott oder ich selbst? Sind wir Jünger Jesu oder Fitnessjünger? Preise ich Gott mit meinem Körper – oder garniere ich meinen Körper mit Gott? Geht es einfach nur um das gute Gefühl, von sich sagen zu können: “Selbst wenn ich Fitness treibe, denke ich an den Herrn”? Oder haben tatsächlich alle Teilnehmer die Rede des Apostels Paulus vom Körper als Tempel des Heiligen Geistes dergestalt verinnerlicht, dass sie ihre Körperübungen als Gottesdienst ansehen?

Wahrscheinlich ist des Rätsels Lösung viel einfacher: Sie glauben. Sie brauchen Bewegung. Und beides zusammen macht eben mehr Spaß.

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Evangelischer Kirchenbote: Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Kaiserslautern - Fünf tolle Tage in Bremen angekündigt

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 33/2008:

Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Kaiserslautern – Fünf tolle Tage in Bremen angekündigt

Fünf tolle Tage mit vollem Programm hat die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär, für den 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen angekündigt. Als Gastgeber des Kirchentags sei die Hansestadt bestens geeignet, so Ueberschär.

(Sprecher: Alexander Ebel, erd Pfalz)

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RPR1 'Angedacht': 50 Jahre Madonna

Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 16. August 2008:

Ein halbes Jahrhundert wird heute Madonna alt. Oder jung.
Denn wie fünfzig sieht sie wirklich nicht aus!
Jung geblieben ist die Queen of Pop, vielleicht mit kräftiger Nachhilfe, aber auch, weil sie sehr diszipliniert ist und ihren Körper gnadenlos trainiert und fit hält.

Ich war lange Zeit ein Fan von ihr: Ihre Songs, ihre Videos und ihr Tanz haben mich begeistert. Ihr Mut und ihr Provozieren faszinierten mich. Sie scheute sich nicht, religiöse und gesellschaftliche Tabus zu brechen und sie in ihren Songs und Shows aufzugreifen.

Was zu Beginn ja neu und anregend gewesen ist, ist allerdings im Laufe ihres Sängerinnendaseins zum Sebstzweck verkommen. Habe ich jedenfalls das Gefühl. Und irgendwie scheint es mir, dass sie den richtigen Zeitpunkt verpasst hat, in Würde älter zu werden.

Schade, denn sie ist eine Frau, die viele Begabungen hat und klug und sensibel genug ist, Gutes zu bewirken und damit Zeichen zu setzen in dieser Welt. Sie braucht ja ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen – denn Vorbilder im besten Sinne brauchen wir mehr denn je!

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': 50 Jahre Madonna

Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 16. August 2008:

Ich bin 57 Jahre alt. Oder 57 Jahre jung?
Madonna wird heute 50. Nein, nicht die Mutter Jesu. Madonna, die Pop-Ikone, die seit Beginn ihrer Popularität die katholische Kirche provoziert. Manche hat sie verletzt, weil sie Kruzifixe als Modeartikel mit dummen Kommentaren verteidigt hat wie Die sind doch sexy, da ist schließlich ein nackter Mann drauf. Ihre Tochter hat sie aber nach dem Wallfahrtsort Lourdes benannt.
Da wird wohl eine sehr persönliche Hassliebe vermarktet. In Dollar umgesetzt. Hauptsache ist offenbar: Du kannst eine Menge Dollars damit machen.
Heute wird sie fünfzig. Seit Jahren bemüht jung, schreiben manche Kritiker. Meine jüngste Tochter, siebzehn, meint: “Die will mit Gewalt jung sein, soll sie doch zu ihrem Alter stehen!“ Aber das ist nicht wirklich leicht, vor allem dann nicht, wenn dieses jung-und-auffallend-um-jeden-Preis doch so richtig Geld in die Kassen spült.
Mein Geburtstagsgedanke für Madonna stammt aus einem Jesuswort im Matthäusevangelium: “Man füllt keinen neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche und der Wein wird verschüttet.“ Alles Gute, Madonna, lass dich nicht zerreißen!

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RPR1 'Angedacht': Mariä Himmelfahrt

Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 15. August 2008:

Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, nahm Eva heimlich Kräutersamen und -wurzeln mit, pflanzte sie auf kargem Ackerland an und lehrte ihre Kinder das Geheimnis der Heilpflanzen.

Im Laufe der Zeit ging aber viel von diesen Kenntnissen verloren, erzählt die Legende. Maria aber, die Sündenlose, besaß denselben klaren Blick wie Eva vor ihrem Fall und erkannte die Heilkraft sämtlicher Kräuter wieder. Deshalb waren Maria und das Christuskind nie krank bis zu Jesu Tod am Kreuz.

Und die Legende hat noch eine wunderbare Fortsetzung: Als am dritten Tag nach Marias Begräbnis die Apostel ihr Grab besuchten, nahm ihnen ein köstlicher Duft fast den Atem. Das Grab war erfüllt mit Rosen und Lilien, und ringsumher sprossten und blühten alle Heilkräuter, die Maria so geliebt hatte. Seitdem werden am Tag, der zum Feiertag Mariä Himmelfahrt wurde, in vielen katholischen Kirchen Kräuter geweiht.

Auch für mich als Protestantin ist und bleibt Maria eine Frau, die nah an uns Menschen ist – gerade auch in dieser Funktion der kräuter- und heilkundigen Frau.

Eine schöne Vorstellung: So bodenständig und tatkräftig, wie sie gelebt hat, wird sie wie ihr Sohn in den Himmel aufgenommen. Für mich ist es ein Bild der Hoffnung und eine ermutigende Vision dafür, dass zwar gegen den Tod kein Kraut gewachsen ist, wir Menschen aber ganz und gar bei Gott geborgen sind!

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