RPR1 'Angedacht': Neue Helden braucht die Welt

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 09. März 2009:

Haben Sie´s schon gemerkt? Es sind viele Helden unterwegs:

Routiniert setzt ein Flugkapitän in New York die vollbesetzte Boing auf der außerordentlichen Landebahn auf… mitten im Hudson – River: Ein Wunder. Einige der Fluggäste sind „nur“ leicht verletzt. Der Flugkapitän: Ein Held.

Mit Schülern einer Berufsschulklasse diskutiere ich die Frage:
Wer ist heute überhaupt ein Held oder eine Heldin?

Patrick sagt: „Meine Eltern sind Helden. Die hatten es nicht immer leicht mit mir. Wie oft habe ich mich quer gestellt, nicht das gemacht, was ich eigentlich hätte tun sollen. Sie haben nicht aufgegeben, haben mich immer wieder angeschubst. Heute habe ich einen tollen Ausbildungsplatz und die Aussicht, nach meiner Ausbildung übernommen zu werden!“

Steffen ist der Meinung: „Die Feuerwehrmänner aus Ludwigshafen und Umgebung sind für mich Helden. Bei der furchtbaren Brandkatastrophe letztes Jahr in Ludwigshafen haben sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Zum Dank dafür sind sie zunächst verprügelt und verspottet worden!“

Und ich ergänze, dass für mich Jesus ein Held ist, weil er mir auf eindrucksvolle Weise vorgelebt hat, was erfülltes Leben sein kann.

Es folgt eine lebhafte Diskussion. Am Ende sprechen wir nicht mehr von „Helden“ sondern von Menschen mit Vorbildfunktion.

So wie Jesus, der uns darin stärken will, was aus unserem Leben zu machen: Und zwar nicht „ohne Rücksicht auf Verluste, sondern vielmehr auf dem Hintergrund des Gebotes der Nächstenliebe: Hilfsbereit, verantwortungsbewusst und tolerant gegenüber dem Mitmenschen zu sein.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Die Notfallseelsorge wird 15 Jahre alt

Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 9. März 2009:

Eine Straßenbahn rattert durch München. Mit an Bord: ein Kind und seine Eltern. Da passiert es: die Straßenbahn stößt mit einem Auto zusammen und entgleist.

Das Kind wird schwer verletzt. Die Notärzte tun, was sie können, aber das Kind stirbt. Zurück bleiben die Eltern, die den Unfall unverletzt überstanden haben. Um sie kümmert sich keiner.

Aus dieser Erfahrung heraus hat ein Rettungsassistent die Idee eines Kriseninterventionsdienstes entwickelt. Speziell geschulte Betreuer begleiten Menschen nach traumatischen Erlebnissen, wie zum Beispiel schweren Unfällen oder
plötzlichen Todesfällen.

Heute vor genau 15 Jahren, am 9. März 1994, begann diese Arbeit in München. Mittlerweile sind Notfallseelsorger in vielen Städten und Gemeinden nicht mehr wegzudenken. Sie sind für diejenigen Menschen da, die körperlich unversehrt bleiben, aber seelisches Leid erfahren.

Insbesondere die evangelische und katholische Kirche engagieren sich im Bereich der Nofallseelsorge. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer üben diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeit in den Kirchengemeinden aus.

15 Jahre Notfallseelsorge, das heißt: seit 15 Jahren sind Menschen in Not und Leid weniger allein.

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