RPR1 'Angedacht': Ein Eimer voll Spanien!

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 25. April 2009:

Einen Eimer voll Spanien für nur fünfneunundneunzig das versprach der letzte Supermarktprospekt.

Ein Eimer voll Spanien, das klingt nach Urlaub, nach Sonne und Meer. Das klingt verlockend und praktisch zugleich, denn ein Eimer ist ein handliches Gefäß mit Henkel und einer großen Öffnung, ideal um Spanien einfach nach Hause mitzunehmen und nach Belieben herausschütten zu können.

Der Eimer voll Spanien hat sich als Eimer voll Orangen herausgestellt. Diese geschickte Formulierung aus der Werbung hat dann meine Fantasie geweckt.

Ich habe mich gefragt, was für mich in einen Eimer Glück hineingehört. Vielleicht wäre es nur Schokolade, es könnte aber auch ein Treffen mit guten Freunden oder ein gerade noch erwischter Zug sein.

Gut wäre natürlich auch ein Eimer voll Hoffnung: ein Lichtstrahl vielleicht in der Dunkelheit. Natürlich würde ich mir auch einen oder gleich mehrere Eimer Gesundheit mitnehmen und nicht zu vergessen einen Eimer voll Liebe: mit dem Patentrezept für gelingende Partnerschaft.

Und was wäre wohl in einem Eimer voll Gott? Ein warmes Lächeln? Eine helfende Hand? Meditative Stille – oder etwas ganz Anderes.

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Rockland Radio "Feels like heaven": TÜV

Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 25. April 2009

Jede Wette – Sie kriegen die Plakette. So steht es in großen Buchstaben auf dem Plakat der Autowerkstatt, die mir zu einem günstigen Preis mein Auto TÜV-fertig machen will.

Warum eigentlich nicht, schließlich kann ich dann mein Auto ganz beruhigt und gelassen zum TÜV bringen.

Also nichts wie hin, anmelden, warten und bezahlen. Tatsächlich gab es dann ohne Beanstandung die neue Plakette.

Irgendwann ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich selber eigentlich auch mal wieder dran wäre mit einem Check-up. Tatsächlich war ich lange nicht beim Arzt. Soweit ich das sehen kann funktioniert mein Körper mit seinen Organen eigentlich ganz gut, aber ich kann nun mal nicht alles sehen, geschweige denn beurteilen.

Also nichts wie hin, anmelden, warten – und Gott sei Dank, es ist alles in Ordnung.

Um wesentlich tiefere Schichten seines Lebens scheint es dem König David in Psalm 139 zu gehen. Nicht an den TÜV und auch nicht an einen Arzt sondern direkt an Gott wendet er sich im Gebet:

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

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