Rockland Radio "Feels like heaven": Die Gedächtniskirche
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 04. Mai 2009:
Da kann man schon neidisch werden. In Speyer gibt es eine Kirche, die hat ihre Gemeindeglieder keinen Pfennig gekostet.
Es ist die Gedächtniskirche und die erstrahlt nach langer Renovierung im alten Glanz. Protestanten aus aller Welt haben die Kirche gebaut.
Aus Amerika kam Geld für eine Reihe von Glasfenstern. Die Königshäuser aus Schweden, Dänemark und Holland spendeten großzügig für den Innenausbau. Kirchengemeinden aus aller Welt sammelten für die Kirche. Das restliche Geld kam von Kaiser Wilhelm II.
Das Gedächtniskirche erinnert daran, warum die Protestanten Protestanten heißen: 1529 haben die evangelisch gesinnten Reichfürsten in Speyer dagegen protestiert, den katholischen Glauben durch den Kaiser aufgezwungen zu bekommen.
Im Jahr 1904 haben die Protestanten die Kirche wurde eingeweiht, als trotziges Gegenüber zum Dom. Sie wollten zeigen: Die Evangelische Kirche braucht sich nicht zu verstecken.
Inzwischen haben wir uns in der Ökumene erheblich angenähert und dennoch ist
es wichtig, dass wir die Gedächtniskirche haben. Sie erinnert an eine Grundaussage der Reformation: die Glaubensfreiheit.
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RPR1 'Angedacht': Finger
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 04. Mai 2009:
Unsere Hände – das sind ja die besten Werkzeuge, die es gibt. Was die alles können! Zum Beispiel Zähne putzen, kratzen, schreiben und… zum Nachdenken anregen und zwar jeder einzelne Finger.
Der Zeigefinger – er beginnt mit dem Buchstaben Z… wie Ziel. Der Zeigefinger kann uns auf ein Ziel hinweisen. Und wenn es ein Ziel ist das sich lohnt, was hindert uns daran es zielstrebig anzusteuern?
Dann der Mittelfinger, mit einem M wie Mitte. Ich brauche nicht nur ein Ziel für die Zukunft, sondern auch eine Mitte, in der ich jetzt und hier zuhause bin. Das trägt und hält mich.
Der Ringfinger mit dem R erinnert mich daran, dass ich Ratgeber brauche. Z.B. die Bibel: Sie rät mir zu lieben und die Liebe in die Tat umzusetzen. Ein sehr guter Rat für mein Leben!
Der kleine Finger weist mich auf Körperliches hin. Ich habe körperliche Grenzen und es ist eine spannende Aufgabe damit zu spielen: wo sind meine Grenzen überhaupt? Und wann muss ich meine Grenzen akzeptieren um mich nicht zu überfordern?
Zu guter Letzt: der Daumen. D wie Denken. Hast du gute Gedanken, fragt er mich? Und : Daumen hoch – alles in Ordnung!
Die Finger an meiner Hand, sie gehören alle zusammen. In einem bekannten Gospel heißt es: Gott hält die ganze Welt in seiner Hand. Gottes Hand hält alles zusammen. Das ist für mich etwas ungeheuer Befreiendes: Gottes Hand gibt mir die Stabilität die ich brauche um selbst handlungsfähig zu sein!
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