Kultpolizist mit Hellebarde und Zweispitz
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 19, zum 10. Mai 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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Rockland Radio "Feels like heaven": Frau B.
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 07. Mai 2009:
Frau B. war ständig in unserem Ort unterwegs. Wenn ich sie fragte: „Wohin wollen Sie denn?“ lachte sie fröhlich und sagte: „Zu Frau Meier. Die ist gerade aus dem Krankenhaus zurückgekommen. Und wenn Sie mal Zeit haben, Herr Pfarrer, dann sollten Sie Herrn Müller besuchen – ich glaube dem geht’s nicht gut!“ Frau B. wusste immer, welche Menschen gerade besondere Zuneigung verdienten.
Im ersten Buch Mose heißt es: „Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Geschwister.“
In unserem Ort wurde vor kurzem ein Mann von seiner Firma wegen der Wirtschaftskrise entlassen. Als Vater von vier Kindern macht sich jetzt große Sorgen um seine Familie.
Die Kirchen kritisieren mit Recht die skandalöse Raffgier mancher Wirtschaftsbosse und fordern ein Umdenken im wirtschaftlichen Handeln. Aber unsere Aufgabe als Christen ist es, auch die vielen Einzelschicksale vor Ort zu begleiten
Frau B. besaß ein feines Gespür für die Not von Menschen. Wenn sie heute noch lebte, würde sie vermutlich auf ihr Fahrrad steigen und den arbeitslosen Vater einfach mal besuchen. Gemäß ihrer Lebenseinstellung:
„Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Geschwister!“
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RPR1 'Angedacht': Dreh dich nicht um!
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 07. Mai 2009:
Im Kindergarten spielen die Kinder gerne das Spiel: “Dreh dich nicht um, der Plumpssack geht rum, wer sich umderhet oder lacht, dem wird der Buckel vollgemacht!”
Die Kinder sitzen im Kreis und passen genau auf, dass sich ja keiner umdreht. Das ist schwer. Sich nicht umdrehen. Ich will doch wissen was hinter meinem Rücken passiert. Das sehe ich auch an Yanniks Gesicht. Er kann es kaum aushalten vor lauter Spannung.
Dreh dich nicht um. Im Leben hören wir diesen Befehl immer mal wieder. Zum Beispiel wenn ein Lebensabschnitt zu Ende ist: das Abitur ist geschafft, die letzte Prüfung im Studium, der Auszug aus dem Elternhaus in eine neue Stadt, ich beginne eine neue Arbeitsstelle, ich muss mich von einem lieben Menschen trennen.
Da weiß ich genau: Ich muss jetzt weitergehen. Neues beginnt, das Alte muss ich lassen. Dreh dich nicht um! Geh – und schau nicht zurück!
Wer die Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes, sagt Jesus einmal zu seinen Freunden. Ein harter Satz und eine alte Bauernregel:
Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, dessen Furche wird nicht gerade. Der eiert rum. Und die Lebenslinie wird krumm und schief. Deshalb: Schau nicht zurück. Aber das klappt nicht immer und dann sitze ich da und sehe, dass meine Bahn krumm und kann es nicht mehr ändern. Da tröstet mich der Gedanke, dass Gott auch auf krummen Wegen gerade schreibt!
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