Rockland Radio 'Feels like heaven': Herzliche Urlaubsgrüße senden Dir...
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 21. September 2009:
„Wie ist denn das Wetter in Deutschland? Hier auf Mallorca scheint den ganzen Tag die Sonne! Das ist nur eine der Gemeinheiten, die mir Freunde und Verwandte aus dem Urlaub geschrieben haben.
Ist ja ganz nett, wenn sie an mich denken, aber muss es unbedingt eine Karte aus dem Urlaub sein, mit Traumstrand, super Hotel und 1A Wetter?
Das grenzt ja schon fast an ein Wunder, dass überall im Urlaub tolles Wetter war, nur bei mir zu Hause nicht? Das gibt es doch gar nicht. Ich bilde mir einfach ein, dass es nirgends so viele Lügen gibt wie auf Postkarten aus dem Urlaub!
Und was macht man dann mit den Postkarten? Ich habe sie ein paar Tage aufgehoben, einige waren ja auch ganz schön und über andere Karten habe ich mich wirklich gefreut.
Keine Gemeinheiten, sondern gute Worte, keine Lügen, sondern wahre Grüße bekomme ich jeden Tag von Gott. Gut, es sind keine Postkarten, sondern ich muss einfach nur die Bibel aufschlagen oder die Losungen lesen. Heute stand da: Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Diesen Gruß lasse ich mir gerne sagen. Und ob das Wetter jetzt gut oder schlecht ist, darauf kommt es dann nicht mehr an.
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RPR1 "Angedacht": Schon wieder Papierstau!!!
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 21. September 2009:
Papierstau – kein anderes Wort versetzt mich und meine Kollegen so in Angst und Schrecken wie die Meldung „Papierstau“. Wenn der Kopierer streikt, herrscht Alarm im Lehrerzimmer. Ohne Kopierer geht gar nichts – oder fast gar nichts.
Papierstau – das passiert mindestens einmal am Tag. Inzwischen kenne ich unseren Kopierer und seine Macken. Ich weiß, wo ich suchen muss, damit er wieder läuft. Das funktioniert – meistens. Aber manchmal hilft nur noch eins: Ausschalten und wieder einschalten. Dann ist die Blockade beseitigt.
So ein An- und Aus-Knopf ist eine feine Sache. Einfach drücken, und die Probleme sind gelöscht. Der Kopierer läuft dann wieder, als wäre nichts passiert.
Wäre doch praktisch, wenn ich mein Leben auch mittendrin einfach mal neu starten könnte. Wenn einfach alles nur noch nervt: Einfach aus- und wieder einschalten, und der ganze Ärger wäre gelöscht.
Das wäre schön – und entsetzlich langweilig. Dann gäbe es keine Krisen, keine Entscheidungen – nichts, woraus ich lerne, was mich verändert und weiterbringt. Keine Rücksicht, keine Verantwortung – mit An- und Aus-Knopf wäre ich für mich selbst und für andere ein Fremder.
Neu anfangen kann ich immer. Aber eben nie ohne meine Vergangenheit. Sie gehört zu meinem Leben – so wie Gott es mir geschenkt hat. Der Kopierer löscht die Vergangenheit auf Knopfdruck. Aber als Mensch funktioniere ich anders. Ich kann nicht vergessen. Und will’s auch nicht.
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