RPR1 "Angedacht": Umtausch ausgeschlossen!

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 28. Dezember 2009:

Umtausch ausgeschlossen – diese zwei Worte wollen viele Menschen heute wohl lieber nicht hören, wenn sie die Weihnachtsgeschenke zurückbringen, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben. Die abscheuliche Krawatte von der Schwiegermutter, die Tasche, die ihnen nicht gefällt oder das Computerspiel, das sie schon einmal haben.

In den letzten Jahren ist der Weihnachtsumtausch neben dem Weihnachtseinkauf zu einem wichtigen Bestandteil des Weihnachtsgeschäftes geworden. Geschäfte und Internetshops stellen sich auf einen großen Andrang nach den Feiertagen ein.

Statistiker vermuten, dass jeder zweite mit einem seiner Weihnachtsgeschenke nicht zufrieden ist. Woran liegt das?
Überlegen unsere Lieben einfach nicht mehr sorgfältig genug, was uns gefällt? Oder sind unsere Ansprüche so hoch geworden, dass sie nicht mehr befriedigt werden können? Oder aber ist es einfach so leicht geworden, Dinge umzutauschen im Geschäft oder im Internet? Vielleicht fällt es uns auch nicht mehr so schwer, uns von Dingen zu trennen, weil wir schon so vieles haben.

Was sie heute aber auf keinen Fall umtauschen oder im Trubel des Umtauschens gar verlieren sollten, ist der Weihnachtsglanz in ihren Augen, die Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander und die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes. Gott wird ein Mensch – das ist sein Geschenk für uns – Umtausch ausgeschlossen.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:28min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Nach dem Fest ist vor dem Fest!

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 27. Dezember 2009:

An diesem ersten Sonntag nach Weihnachten. Alle Geschenke sind ausgepackt und alle Besuche erledigt. Weihnachten 2009 ist damit vorbei. Nach drei Tagen haben morgen dann auch wieder die Geschäfte auf und das Leben geht seinen normalen Gang. Fast könnte man meinen, dass ich durch Weihnachten gar nichts geändert hat.

Fast. Ich glaube, dass Weihnachten eine ganze Menge verändert. Vor 2000 Jahren ist Gott uns Menschen in dem Jesuskind so nah gekommen, wie es nur geht. Das hat die Welt grundlegend verändert.

Und auch heute noch kann Weihnachten viel bewirken. Die Advents- und Weihnachtszeit ist nicht nur eine ca. vierwöchige Auszeit vom Rest des Jahres. Ich nehme etwas mit von der weihnachtlichen Stimmung in die Zeit nach Weihnachten.

Zum Beispiel den Blick für meine Mitmenschen. Der war in bei mir in der Advents- und Weihnachtszeit wieder besonders scharf. Und offensichtlich ist es anderen Menschen ähnlich ergangen. Nie wurde im vergangenen Jahr soviel für bedürftige Menschen gespendet wie im Dezember.

Neben Essen, Kleidung und medizinischer Versorgung bedeuten diese Spenden für die Menschen vor allem eins: Hoffnung. Und die kann ich ihnen nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch danach immer wieder schenken.

Heute ist zwar der 1. Sonntag nach Weihnachten, aber gleichzeitig ist das auch der 51. Sonntag vor Weihnachten. Für mich ist klar: Nach dem Fest ist vor dem Fest.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 1.4 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Schönes bauen.

Dekan i.R. Friedhelm Borggrefe, Ludwigshafen, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 23. Dezember 2009.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (2:41min / 1.2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Heilig Abend im Stall. Außergewöhnlicher Gottesdienst in Einöllen.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom Sonntag, 20. Dezember 2009.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (2:09min / 2.9 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 'Angedacht': Der Advent des Zachaeus.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1.

Der Mann hat es im Leben zu etwas gebracht. Zugegeben: dann und wann hat er dafür auch seine Ellenbogen eingesetzt.

Aber sein Motto lautet: Hauptsache das Ergebnis stimmt! die große Villa, ein Hauch von Luxus bei Essen, Trinken und Kleidung. Macht und Geld, denn das macht ja schließlich alles möglich.

Fast alles. Denn als Jesus in seine Stadt kommt, möchte er ihn unbedingt sehen. Problem: er ist erstens sehr klein und zweitens sehr unbeliebt. Die Leute stehen Spalier und lassen ihn nicht vor. Selbst das viele Geld nützt dem Mann da nichts.

Also klettert Zachäus – so heißt der reiche Mann – auf einen Baum. Und genau darunter bleibt Jesus auf seinem Weg in die Stadt schließlich stehen und sagt: „Zachäus, komm schnell herunter. Ich will dich bei dir zuhause besuchen.“

Zachäus springt vom Baum herab, nimmt Jesus mit zu sich nach Hause und feiert dort ein großes Fest. Vor allen Gästen verkündet Zachäus dabei: „Die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen. Und was ich unrecht erworben habe, gebe ich vierfach zurück.“

Reichtum allein macht nicht glücklich. Das hat Zachäus gemerkt. Er hatte zwar sehr viel Geld, aber leider keine Freunde. Und deshalb ist Zachäus plötzlich wie ausgewechselt, als Jesus sein Freund wird, als Jesus bei ihm ankommt.

Genau diese Erfahrung wünsche ich Ihnen auch, und das nicht nur an diesem Adventswochenende.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio 'Feels like heaven': Pennergame.de

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 18. Dezember 2009:

„Jetzt kostenlos und ohne weitere Risiken Obdachlos werden“ mit diesem Slogan wirbt das neue Spiel „Pennergame“ im Internet. 2 Millionen Menschen spielen es bereits. Es geht darum, die eigene Spielfigur, einen Obdachlosen, durch Weiterbildung zum Schlossbesitzer zu machen. Neben dem Sammeln von Pfandflaschen und virtuellen Spenden, lässt sich unter anderem durch das Erlernen eines Musikinstrumentes Geld verdienen.

Ich finde das Spiel geschmacklos. Gerade in diesen Tagen sitzen immer mehr obdachlose Menschen an den Warmluftschächten der Kaufhäuser und beobachten das Treiben in den weihnachtlich beleuchteten Fußgängerzonen. In ihren Gesichtern spiegeln sich die gescheiterten Biographien.

Viele von uns wissen doch überhaupt nichts von diesen Menschen und pflegen nur ihre Vorurteile, indem sie sie in die Nähe von Gewalttätern und Kriminellen rücken. Statt mit diesen Menschen zu spielen, sollten wir uns lieber überlegen, warum ein Mensch überhaupt obdachlos wird und wie wir helfen können.

So wie der Jugendliche, der vor meinen Augen einem Obdachlosen eine Zigarette gegeben und ihn angelächelt hat. Der Mann hat sich bedankt und zurück gelächelt.

Und ich hab gedacht: Gott sei Dank!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:09min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Das berühmteste Rentier der Welt.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 18. Dezember 2009:

Es ist groß, braun und es leuchtet im Dunkeln rot – was ist das? Sie haben keine Ahnung? Na, dann kommt hier die Auflösung:

Einspieler: Rudolf, the red-nosed…

Rudolf mit der roten Nase – das wahrscheinlich einzige Rentier der Welt, für das ein eigenes Lied komponiert worden ist.

Ein Lied, das eigentlich fröhlich klingt, aber ziemlich traurig ist. Rudolf ist einsam. Er hat keine Freunde. Denn wegen seiner roten Nase will niemand etwas mit ihm zu tun haben.

Bis zu einer nebligen Nacht, in der die Rentiere dann auf einmal Rudolfs Hilfe brauchen. Denn nur mit seiner roten Nase als Schweinwerfer, können sie im Nebel den Weg finden und bauen keinen Unfall mit dem Schlitten vom Weihnachtsmann. Rudolf der Außenseiter, ist plötzlich ein Held.

Das ist ein echtes happy end und das ist auch ein Teil der Hoffnung, die mich durch die Adventszeit trägt: dass es den Außenseitern unter uns Menschen irgendwann ähnlich geht. Denn Jesus ist an Weihnachten für alle Menschen auf die Welt gekommen. Auch für die, die am Rand stehen, weil sie irgendwie nicht so sind, wie wir es für normal halten.

Diese Menschen sind es wert, dass wir sie annehmen, so wie sie sind. Und zwar auch ohne, dass sie vorher eine Heldentat wie Rudolf vollbringen.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:27min / 2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.