Rockland Radio "Feels like heaven": Nachdenken hilft.
Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 22. Februar 2010:
Ich war Pfadfindern und ihrem Gehabe gegenüber ziemlich skeptisch. Immer draußen, nachts in zugigen Zelten schlafen – ohne Komfort. Aber ich muss auch zugeben, besonders viel gewusst habe ich auch nicht über die Pfadfinder
Erst als ich mehr über Pfadfinder gelesen habe, wie engagiert sie sich für den Nächsten einsetzen, habe ich mal genauer hingeschaut. So wird beispielsweise heute auf der ganzen Welt von allen Pfadfindern der „Thinking Day“ ge-feiert, ein Tag des Nachdenkens:
„Warum werde ich nicht satt?“ ist die Leitfrage des Tages – und das auf der gan-zen Welt. Dabei geht es den Pfadfindern aber nicht nur um den Hunger der Menschen in Afrika oder Asien. Auch der Hunger nach Anerkennung, nach Kontakt und nach Freundschaft wird thematisiert.
Finde ich schon klasse, dass es denen nicht nur um Roman-tik am Lagerfeuer geht, sondern eben auch um konkrete Nächstenliebe und Gemeinschaft.
„Brich mit dem Hungrigen dein Brot…“, so steht es bei Jesaja. Nicht nur um Almosen, sondern um das Teilen geht es. Denken Sie vielleicht mal drüber nach. Denn es hilft. So wie bei mir. Ich sehe die Pfadfinder auf einmal mit ganz anderen Augen.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:09min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 "Angedacht": Zwei Helden.
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 22. Februar 2010:
Es gibt sie in Ludwigshafen, Mainz, Koblenz und noch in vielen anderen deutschen Städten Straßen, Plätze und Schulen, benannt nach zwei Helden. Ich spreche von den Geschwistern Hans und Sophie Scholl.
Beide studieren 1943 in Hitler-Deutschland an der Uni in München. Gemeinsam mit anderen engagieren sie sich dort friedlich in der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ gegen den Nationalsozialismus.
Sie verbreiten Flugblätter gegen den Krieg und die Diktatur unter Hitler. Als sie ihre Schriften in der Münchner Uni verteilen, werden sie vom Hausmeister überrascht und von ihm angezeigt. Vier Tage später schon findet der Prozess statt. Hans und Sophie Scholl werden zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag wird das Urteil vollstreckt: Der Kalender zeigt den 22. Februar 1943.
Die Absicht der Verantwortlichen ist leicht zu durchschauen: Alles soll ruck-zuck gehen, um eventuelle Nachahmer abzuschrecken. Für den Augenblick mag die
Taktik scheinbar aufgegangen zu sein. Gott sei Dank aber nur für den Augenblick. Denn vielmehr ist es so:
Bis heute sind die Geschwister Scholl für ihren beispielhaften friedlichen Widerstand bekannt. Sie waren tief davon überzeugt, christlich zu handeln, indem sie erlittenes und offensichtliches Unrecht nicht stillschweigend erduldeten, sondern die Missstände dieser Zeit aufdeckten. Deshalb sind die beiden für mich Helden. Hingerichtet heute vor genau 66 Jahren.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge