Rockland Radio "Feels like heaven": Apfel der Versuchung.
Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 24. März 2010.
„Wir nennen ihn iPad!“ Das hat der Chef der Computerfirma mit dem angebissenen Apfel gesagt. Er meinte damit das neueste Produkt aus seinem Haus. Ein Kleincomputer, die die Welt angeblich revolutionieren soll. Alles soll damit anders, einfacher werden, auch das Lesen von Büchern unterwegs.
Der iPad – dem einen winkt damit das große Geschäft. Für den anderen ist es eher der Apfel, von dem Adam und Eva im Paradies gegessen haben. Damals mussten die beiden seinetwegen das Paradies verlassen und morgen macht der Apfel vielleicht alle Druckerzeugnisse überflüssig. Was wird dann aus der Bibel, dem Buch aller Bücher?
Ich denke, die Bibel wird es überleben. Denn natürlich gibt es sie längst schon elektronisch, inklusive der Geschichte von Adam, Eva und dem Apfel. Ich kann sie im Internet, auf CD-Rom oder auch auf modernen Handys lesen.
Und das ist gut. Denn für mich ist es völlig egal, ob jemand die Bibel als dickes altes Buch mit Goldschnitt in die Hand nimmt. Oder sich die Geschichten von Gott und Jesus auf einem silbernen Alucomputer zu Gemüte führt. Die Bibel beinhaltet nämlich eine Menge spannender Geschichte. Aber lesen Sie selbst.
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RPR1 "Angedacht": Hände ohne Handschuhe.
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 24. März 2010:
„Fünf Brötchen bitte – aber nicht mit der Hand anfassen!“ verlangt die Kundin vor mir in der Bäckerei. Die Verkäuferin ist sichtlich überrascht – das hatte bisher noch niemand von ihr verlangt.
Dann steckt sie die Brötchen mit einer Gebäckzange in die Tüte. „Handschuhe haben wir nicht“, entschuldigt sie sich. Und wirft mir einen vielsagenden Blick zu.
Kein Zweifel: Hygiene ist wichtig. Aber alles mit Vernunft und Augenmaß. Zu viel Hygiene schadet mehr als dass sie nützt. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind wir immer noch Menschen aus Fleisch und Blut.
Wir haben tagtäglich unzählige Körperkontakte, ohne dass wir uns mit Handschuhen oder Mundschutz gegen unerwünschte Folgen absichern. Lebenspartner, Kinder, Kollegen, Fremde irgendwo im Menschengewühl – da geschieht es zwangsläufig, dass wir uns näherkommen, gewollt und ungewollt.
Nur bei Brötchen soll der Spaß aufhören? Da ist nackte Haut auf einmal nicht mehr sexy? Ich bin da nicht so pingelig. Für mich liegt im Weitergeben von Brot mit der bloßen Hand etwas Elementares.
Es erinnert mich an die Bitte des Vaterunser um das tägliche Brot. Und macht mir klar, wie wichtig das Geben und das Empfangen für mein Leben sind. Hände sind ein Sinnbild dafür. Auch ohne Handschuh.
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