Fünf Jahre Pontifikat Benedikts XVI. Eine protestantische Bilanz.

Ein Beitrag aus der Sendung “Der Vormittag” auf RPR1 vom 19. April 2010.

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RPR1 "Angedacht": Auf die alte Weise.

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 19. April 2010:

Einer Umfrage zufolge können 84% der Befragten nicht mehr ohne ihr Handy leben. Knapp über 30% geben an, eher auf ihren Partner als auf ihr Handy verzichten zu wollen. Ein erschreckendes Situationsbild unserer Gesellschaft.

Aber wenn ich mir meine jüngste Tochter so angucke, dann könnte das sogar stimmen: bei ihr laufen soziale Kontakte in erster Linie über simsen oder chatten im Internet. Allerdings scheint sie da in populärer Gesellschaft zu sein.

Außenminister Westerwelle hat kürzlich über seine Kommunikation mit Bundeskanzlerin Merkel bekannt: „Wir simsen was das Zeug hält“. Dieses ständige durch einen kleinen Kasten mit allen und jedem verbunden –Sein ohne wirkliche Nähe, geht mir ziemlich auf die Nerven.

Mittlerweile fühle ich mich durch die Handymanie schon regelrecht bevormundet. Kürzlich hat mir meine Bank geschrieben, dass ich beim Online-Banking künftig nur noch Beträge bis 1000 Euro überweisen darf. Es sei denn, ich besorge mir eine mobile Identifikationsnummer, die ich mir jedesmal auf mein Handy simsen lassen muss.

Zum Glück gibt es wenigstens noch einen Ort, an dem ich für nichts und niemanden elektronisch erreichbar sein muss. Meine Kirche. Dort hängt ein Handyverbot, mit dem Hinweis: wir reden mit Gott noch auf die althergebrachte Weise.

Fand ich ursprünglich mal albern. Aber jetzt bin ich ausgesprochen dankbar für diesen Hinweis.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Schwarzerdt alias Melanchthon.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 19. April 2010:

Wenn ich früher ein Ass in Altgriechisch gewesen wäre, dann hätte mein Lehrer mich vielleicht dadurch gelobt, dass er meinen Nachnamen ins Griechische übersetzt hätte. Ich wäre dann Oliver Kakos gewesen. Aber dafür war ich wohl wirklich nicht gut genug.

Ganz anders Philipp Schwartzerdt. Nein, das war kein Klassenkamerad von mir. Er hat im 16.Jahrhundert gelebt und war so gut in Altgriechisch, dass sein Nachname tatsächlich ins Griechische übersetzt worden ist. Aus Schwartzerdt wurde Melanchthon.

Und der war nicht nur in Griechisch topp! Er war allgemein hochgebildet – und zugleich tief-fromm. Bildung und Glaube schließen sich nämlich nicht aus, war Melanchthon überzeugt: Nur wer eine gründliche allgemeine Bildung erworben hat, so Melanchthon, der oder die kann auch in Sachen Glauben und Kirche mitreden.

„Vor allen Dingen aber lernt die Geschichte kennen“ hat Melanchthon seinen Schülern geraten. „Sie lehrt euch, was Nutzen bringt und was nicht!“ Dank seiner Geschichtskenntnis und Bildung hat Melanchthon die Reformation geprägt und durchgesetzt.

Zusammen mit Martin Luther. Der große Reformator hat sich übrigens vor Melanchthon verneigt und das möchte ich auch tun. Heute, am 450. Todestag von Philipp Schwarzerdt, alias Melanchthon.

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