Rockland Radio 'Feels like heaven': Vuvuzela.
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 30. Juni 2010:
Na, können sie es noch hören, diesen Dauerton der Plastiktröte? Kein Spiel der WM ohne den Sound der Vuvuzela. Manche nervt´s, andere finden, dass es eben dazu gehört.
Da wird zum Angriff geblasen, die eigene Mannschaft angefeuert, die Fans machen sich lautstark bemerkbar und geben ihrer Freude einen Ton.
Auch in der Bibel ist von lauten Blasinstrumenten die Rede. Und ihre Funktion damals ist der von heute ganz ähnlich: „Wenn ihr fröhlich seid an euren Festen. sollt ihr mit den Trompeten blasen!“
Ich fände das klasse, wenn wir nicht nur lautstark klagen, sondern auch unsere Freude laut werden lassen. Auch in der Kirche. Das wäre doch mal ein Signal, wenn man sofort hören könnte, wo Christenmenschen zusammen kommen, um miteinander zu feiern.
Das wäre kein nerviges Gedröhne, sondern ein fröhlicher Ton, der laut hinaus posaunt wie bunt und laut der Glaube an Gott ist.
Keiner steht im Abseits, die Gemeinschaft macht die Christen stark, sie geben niemals auf und sie gehen als Sieger vom Platz. Schön, wenn das nicht nur für unsere Kicker, sondern auch für die Kirche gilt.
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RPR1 "Angedacht": Inszenierte Lüge.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 30. Juni 2010:
In biblischen Zeiten waren sie bereits verpönt: Menschen, die nur dann Gutes tun, wenn man sie dabei beobachten kann. „Heuchelei“ so nennt die Bibel das, was sie tun und diese Art der Täuschung gibt es auch heute noch: bei Weltverbesserern und allen Arten von Gutmenschen.
Heuchelei, das ist im Grunde nichts anderes als inszeniertes Lügen. Etwas vortäuschen, um bei anderen eine bestimmte Reaktion hervorzurufen. Die harmloseste Form ist die Höflichkeit: ein bisschen freundlicher zu sein als man empfindet, kann durchaus sinnvoll sein.
Fast schon überlebenswichtig ist, Heuchelei dort zu durchschauen, wo sich andere große Vorteile durch sie verschaffen wollen: in der Politik, in der Wirtschaft – und vor allem im eigenen Berufsleben.
Auf einem Fest wurden mir kürzlich eine Reihe neuer Kollegen vorgestellt. Und bei allen informierte mich mein Begleiter gleich darüber, wer als ehrlich gilt. Und wer als jemand, der „vorne nicht wie hinten“ ist.
Schon die Bibel warnt vor denen, die freundlich tun, solange sie etwas von einem wollen. Und die einen ans Messer liefern, wenn es ihnen nutzt. Aber, so tröstet der Evangelist Matthäus:“Sie haben ihren Lohn dahin.”
Will heißen, das ganze Theater bringt ihnen auf lange Sicht nichts. Daran sollten wir uns jedes Mal erinnern, wenn wir kurz davor sind, es auch mal mit ein bisschen „inszenierter Lüge“ zu versuchen.
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Von Adam und Eva bis Ostern. Grundschüler aus Insheim haben ihre eigene Kinderbibel erstellt.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 27.06.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Ein Fremder sein...
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 29. Juni 2010:
Aussteigen, Passkontrolle, haben sie was zu verzollen? Alle müssen raus aus dem Wagen und rein in die dunkle Abfertigungsbaracke. So habe ich es auf dem Weg in den Urlaub schon erlebt. Irgendwie ist mir dabei mulmig geworden unter den strengen Augen der Zöllner, die ja nur ihren Job machen.
Aber in dieser Situation habe ich gemerkt, dass es Orte und Länder gibt, an denen man Fremder ist. Fremd, nicht von hier, ausgeschlossen, allein gelassen.
Die ersten Christen müssen sich auch so gefühlt haben. Irgendwie fremd, auch wenn alles noch beim Alten schien. Ausgeschlossen von der Gemeinschaft mit den anderen, weil sie doch jetzt zur Gemeinde Jesu Christi gehörten.
Deshalb muss vielen damals das Herz aufgegangen sein, als sie von Paulus gehört und gelesen haben: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Gottes Hausgenossen.“
Wer sich zu Gott zählt, der ist nicht mehr fremd, der muss auch keine strenge Kontrolle fürchten. Wer sich zu Gott zählt, der ist bei Gott willkommen, zu Hause, hat Heimat gefunden und hat unzählige Hausgenossen, Freunde und Vertraute. Nicht mehr fremd zu sein, keine Angst mehr haben müssen, sich zu Hause fühlen. Das ist Gottes Angebot an uns.
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RPR1 "Angedacht": Tür auf, Tür zu.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 29. Juni 2010:
“Gott schließt nie eine Tür, ohne eine andere zu öffnen”, heißt es in einem irischen Sprichwort. Gehört habe ich es zuletzt von einer jungen Frau, in deren Leben so manches schief gelaufen ist. Die in ihrem Job unglücklich war und krank wurde. Und die dann eine Umschulung gemacht hat und jetzt verzweifelt auf einen neuen Arbeitsplatz hofft. Für sie war der Spruch ein Trost.
Ich frage mich allerdings, warum Gott sich überhaupt die Mühe machen sollte, Türen zu schließen. Hat das vielleicht mit Erziehung zu tun? Nach dem Motto: Glaub‘ bloß nicht dass ich Dir für immer lasse, was Du hast ? Irgendwie ein merkwürdiges Bild, dieses Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu…
Ich fürchte, wir machen es uns mit diesem Spruch ein wenig zu einfach, indem wir die Verantwortung für unsere Entscheidungen einfach an eine höhere Instanz abschieben.
Gott öffnet Türen, aber nicht zwangsläufig, weil er eine andere zugemacht hat. Im Gegenteil: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen“, heißt es im Buch der Offenbarung.
Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl haben, da hat Ihnen jemand eine Chance verbaut, die sie gerne genutzt hätten – suchen Sie die Schuld nicht bei Gott. Aber hoffen Sie auf jeden Fall darauf, dass er ihnen immer eine Chance bietet – die sie nutzen können.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Manager, Mystiker und Revolutionär.
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 28. Juni 2010:
Wochenlang war er zu Fuß unterwegs. Als Bettelmönch hatte er nicht viel mehr als seine paar Habseligkeiten dabei. Die Rede ist von Meister Eckhart, einem Dominikaner-Pater, dessen 850. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.
Er war ein Mystiker, Manager und Revolutionär. Mystiker deshalb, weil Gott für ihn nicht nur irgendein Wesen in einem fernen Himmel war. Meister Eckhart war überzeugt: tief in uns wohnt Gott und da können wir ihn finden.
Für seinen Orden verwaltete Meister Eckhart über 50 Klöster – deshalb war er auch Manager. Und weil er viele seiner Predigten auf deutsch verfasst hat, war er auch ein Revolutionär. Predigten auf deutsch – das war sehr auffällig für die damalige Zeit und für die Kirchenoberen auch sehr bedenklich.
Und weil Meister Eckhart außerdem eine große Hochachtung vor Frauen hatte und sie als Theologinnen respektierte wurde er von eigenen Mönchsbrüdern bei der Inquisition angeschwärzt.
Zum Glück wurde er nicht verurteilt. Denn nach Beratungen hielt man schließlich nur wenige seiner Sätze für bedenklich. Seinen Freispruch konnte Meister Eckhart aber nicht mehr lange genießen. Er starb wohl auf dem Weg vom Papst nach Hause.
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RPR1 "Angedacht": Auch die Sonne hat Flecken.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 28. Juni 2010:
Kennen Sie das? Sie haben den ganzen Tag in Ihrem Job das Beste gegeben und dann ist es passiert: Sie haben eine wichtige Sache übersehen und Ihr Kollege hat Ihnen das genüsslich unter die Nase gerieben.
Oder Sie haben vielleicht eine Entscheidung getroffen, die sich später als falsch heraus gestellt hat und jetzt ist Ihnen das peinlich? Und bei alledem werden Sie das Gefühl nicht los: Sie können sich anstrengen so viel Sie wollen – es ist dennoch nie genug.
Warum sind die anderen offenbar perfekt, Sie aber nicht? Trösten Sie sich: die anderen sind es auch nicht, die tun nur so. Und hören Sie ganz schnell damit auf zu glauben, Sie müssten fehlerfrei sein – dieses Denken treibt Sie nur in den Wahnsinn oder Sie werden zumindest Magengeschwüre bekommen.
Fangen Sie lieber an sich zuzugestehen, dass Sie nicht vollkommen sind. Und gestehen Sie es ihren Mitmenschen ebenfalls zu. „Auch die Sonne hat Flecken“, sagen die Schweden, wenn sie meinen, dass niemand ohne Fehler ist. Und trotzdem wäre das Leben ohne Sonne für uns undenkbar.
Deshalb mein Rat für Sie – versuchen Sie es mal mit einer Lebenseinstellung wie sie der Prediger Salomo hatte: Da merkte ich, dass es nichts Besseres gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
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