Rockland Radio 'Feels like heaven': Eene meene muh!

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 26. August 2010:

Ene meine muh, und raus bist du! So haben wir in meiner Kindheit immer abgezählt. Und Abzählen war oft dran: bei Spielen zum Beispiel. Wer gehört dazu? Wer darf mitspielen? Wer nicht?

Ich hab mich dann immer gefreut, wenn einer von den Starken und Geschickten in meiner Mannschaft war.
Und wenn jemand Schwächeres in mein Team gekommen ist, dann hab ich laut gestöhnt.

Aber meistens wurden die Schwächeren ja erst gaaanz am Schluss gewählt. Und manchmal auch überhaupt nicht.
Ene meine muh, und raus bist du! Das ist ganz schön brutal.
Bei Kindern wie auch bei Erwachsenen.

Da wird angezählt, da wird ausgezählt. Wer rausfliegt hat Kein Ansehen. Keinen Einfluss. Keine Freunde. Er ist einfach Aussortiert.

Anders aber ist es bei Gott. Ganz anders.
Gott kennt auch noch den Satz, der danach kommt, nach dem „Raus bist du“. Und dieser Satz lautet: Raus bist du noch lange nicht!

Ja, das ist in Gottes Sinn: Er schließt keinen aus, egal was einer kann oder nicht kann. Was einer hat oder eben auch nicht hat.

Gottes Reim geht so: Eene meene muh – Du bist Du –
und deshalb will dich Gott immer in seinem Team drin haben.

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RPR1 "Angedacht": Ramadan-Halbzeit.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 26. August 2010:

In diesen Tagen habe ich besondere Achtung vor unseren muslimischen Schülern: Sie befinden sich im Fastenmonat Ramadan. Diejenigen, die sich daran beteiligen, dürfen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. 30 Tage lang ist das so. Jetzt ist ‚Halbzeit’.

Über dieses ‚fasten’ diskutieren wir im Religionsunterricht immer wieder. Bei allen Diskussionen stelle ich aber von Jahr zu Jahr fest, dass die nicht-muslimischen Schüler immer weniger Vorurteile gegenüber dem Ramadan und dem Islam haben. Dazu hat sicher beigetragen, dass viele Muslime in den letzten Jahren Christen zum gemeinsamen Essen nach Sonnenuntergang eingeladen haben.

Die Uhren im Ramadan gehen anders, alles wartet auf den Abend“, erzählt Hümeya. Wir essen dann nicht nur mit unseren christlichen Nachbarn, wir erzählen bis tief in die Nacht und erleben zusammen Gemeinschaft. Der Ramadan ist für mich eine spirituelle Erfahrung, meint sie.

Und mir wird bewusst: In der Begegnung liegt wieder einmal eine große Chance. Die Chance, andere Sitten besser kennen- und verstehen zu lernen.

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