Rockland Radio 'Feels like heaven': Phobien.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 28. August 2010:
Ichhabe eine Rattophobie, das heißt ich hab’ mit Ratten so meine Schwierigkeiten. Phobien, also bestimmte Ängste, gehören zum Menschsein dazu.
Ein Amerikaner hat mal sämtliche in der medizinischen Literatur beschriebenen Phobien zusammengetragen und kam auf 537 Objekte oder Situationen, die eine zwanghafte Furcht hervorrufen können.
Meine Mutter hat zum Beispiel eine Aelurophobie, sie fürchtet sich vor Katzen. Andere haben sogar eine generelle Angst vor Tieren, die sogenannte Zoophobie. Es gibt auch Menschen, die an Pogonophobie leiden; die fürchten sich vor Bärten. Achtung: Sogar Arachibutyrophobiker gibt es. Menschen, die sich davor fürchten, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt.
Wenn ich mir’s recht überlege, dann ist die Zahl der möglichen Zwangsängste letzten Endes wohl unendlich, denn was kann sich in unserer Welt nicht zur Quelle der Furcht auswachsen?!
Aber auch wenn all diese Ängste in unserer Welt verwurzelt sind – so gibt es doch etwas, das mir Hoffnung schenkt. Ich glaube, dass Gott auf meiner Seite steht. Er kennt unsere Ängste und macht uns Mut. In der Bibel heißt es weit über 300mal: „Fürchte dich nicht!“
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.7 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 "Angedacht": Sturmstillung.
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 28. August 2010:
Endlich Urlaub. Ich stehe am Hafen Neßmersiel – dem Anlegeplatz für die Fähre zur ostfriesischen Insel Baltrum. Das Wetter ist wunderschön. Eine frische Prise weht mir um die Nase.
Bis, ja bis urplötzlich der Himmel dunkler und der Wind immer stärker wird. Wie aus heiterem Himmel geht’s dann los:
Der Wind wird so heftig, dass die Menschen nicht mehr aufrecht gehen können, viele Passagiere schreien, Kinder heulen. Über Lautsprecher informiert uns der Kapitän, dass ein Tornado über die ostfriesischen Inseln hinwegfegt.
Und ich? Ich erinnere mich an die neutestamentliche Geschichte von der Sturmstillung. Auf dem See Genezareth treibt ein Boot hilflos auf den hohen Wellen. Die Menschen haben Angst. Simon, ein Jünger Jesu, versucht das Boot vor dem Kentern zu bewahren, bis seine Kräfte langsam nachlassen.
Er sucht Jesus und ist erstaunt, als er seiht, dass Jesus schläft. In so einer lebensgefährlichen Situation. Wütend weckt er Jesus und bittet ihn um Hilfe. Der steht auf und sagt zu dem Meer: „Schweig und verstumme!“ Und der Wind legt sich…!
Und urplötzlich klart auch der Himmel über Neßmersiel wieder auf. So schnell, wie der Tornado gekommen ist, verschwindet er wieder. Und ich merke, ein wenig Gottvertrauen im Alltag ist doch auch ganz gut.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:29min / 2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge