Rockland Radio 'Feels like heaven': Welbildungstag.

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 08. September 2010:

Heute vor genau 45 Jahren hat die UNO diesen Tag zum Weltbildungstag erklärt, um auf die große Zahl von Menschen hinzuweisen, die weder Lesen noch Schreiben können, oder keine Schulbildung erhalten haben.

Gleichzeitig hat die UNO unzählige Bildungsprogramme aufgelegt, um möglichst allen Menschen Zugang zu Schrift, Sprache und Kommunikation zu schaffen.

Heute sind es immer noch knapp 900 Millionen Menschen auf der Welt, die nicht Lesen und Schrieben können, das ist knapp ein Fünftel der Menschheit.

Die Bibel erzählt von einem Äthiopier, der etwas lernt und dadurch fröhlich wird. Dieser Mensch liest in einem Buch. Da fragt ihn Philippus: „Verstehst du auch, was du liest?“ Ganz offen antwortet der Äthiopier: „Wie kann ich, wenn mich niemand anleitet“. Und so hat sich Philippus die Zeit genommen und dem Mann alles erklärt. Nach dieser Begegnung war der Äthiopier hochzufrieden – „und zog fröhlich seinen Weg“, heißt es in der Bibel.

Wenn das nicht eine gute Geschichte für den Weltbil-dungstag ist, welche dann? Möge es doch in Zukunft noch mehr solche intensiven und fröhlichen Begegnungen geben – damit es irgendwann einmal kein Weltbildungstag mehr geben muss – und viele ihren Weg fröhlich weiter ziehen können.

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RPR1 "Angedacht": Stotternder Held.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 08. September 2010.

Mose, Mose, ruft es aus dem brennenden Dornbusch. Mose tritt näher, und Gott spricht zu ihm: Geh zum Pharao und sag ihm, er soll das Volk Israel aus der Sklaverei entlassen.

Mose will sich vor dem göttlichen Auftrag drücken: Ach, mein Herr, ich konnte von jeher nicht gut reden, denn ich habe eine schwere Zunge. Aber Gott gibt nicht nach und schickt Moses Bruder Aaron mit, der besser sprechen kann.
Merkwürdig, dass Gott diesen Auftrag nicht einem glänzenden Redner gegeben hat.

Mose, ein stotternder Held? Warum nicht? Wir müssen keine Alleskönner sein für die großen und kleinen Aufgaben, die das Leben uns stellt, und die Gott uns gibt.

Es gibt keinen Menschen, der allen seinen Aufgaben gewachsen ist. Ich kenne jedenfalls keinen. Ich kenne dafür viele andere, die Angst haben, etwas nicht zu können. Die ein Handicap haben und sich bei vielen Dingen fragen: Kriege ich das hin?

Werde ich bei meinem Chef auch nur ein gescheites Wort herausbekommen? Werde ich genug Kraft haben für meinen Arbeitstag? Macht mir der Vortrag, den ich halten soll, weiche Knie? Mancher hat nachher und manch anderer vor Angst schon vorher ein feuchtes Hemd an.

Israel wird aus der Sklaverei Ägyptens befreit – durch einen Redner mit Sprechbehinderung. Und auch wir können unsere Aufgaben erfüllen. Gott mutet uns zu, wichtige Dinge zu tun – unvollständig, wie wir sind.

Gott stellt Mose seinen Bruder an die Seite. Auch keiner von uns ist allein. Gott – und Menschen – begleiten uns in allem, was zu tun ist.

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