Du und Ich. Begegnungsfest von Menschen mit und ohne Behinderungen in Landau.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 19. September 2010.

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RPR1 "Angedacht": Doppelt hält besser.

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 21. September 2010:

Ich krieg immer zuviel, wenn in Spielfilmen kirchlich geheiratet wird. Egal ob am Schluss, als happy end, oder mittendrin, als Spannungsmoment: Sagt die Braut doch noch nein? Kommt der Bräutigam zur Trauung oder lässt er die Sache platzen? Die Ehe wird in der Kirche geschlossen! Das ist die Botschaft von Rosamunde Pilcher, Inga Lindström & Co.

Klar: Spielfilme zeigen nicht die Wirklichkeit. Sie erzeugen Illusionen, bedienen Klischees. Zur besten Sendezeit will das Publikum Gefühle statt Fakten. Und das Klischee besagt eben, dass Ehen in der Kirche geschlossen werden.

Nach katholischer Vorstellung ist das auch so, die Ehe gilt als Sakrament. Das evangelische Verständnis ist anders: Geheiratet wird auf dem Standesamt. Hier kann man oder frau in letzter Minute noch “Nein” sagen. In der Kirche ist es dafür zu spät. Da ziehen Braut und Bräutigam bereits als verheiratetes Paar ein. Eine kirchliche Hochzeit ist ein Segnungsgottesdienst für ein Paar, das schon verheiratet ist.

Trotzdem gilt für viele Menschen immer noch: Geheiratet wird in der Kirche! Weil es feierlicher und persönlicher ist. Weil ein vor Gott gesprochenes “Ja” vom Gefühl her viel mehr Gewicht hat. Und um Gefühle geht es schließlich.

Ich persönlich glaube: Egal, ob auf dem Standesamt, in der Kirche oder einfach zuhause auf der Couch: Man kann gar nicht oft genug “Ja” zueinander sagen.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Hebel und die Ökumene.

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 21. September 2010:

Zwei Brüder lebten miteinander in Frieden und Liebe, bis einmal der jüngere evangelisch blieb und der ältere katholisch wurde. So gingen sie auseinander. Erst nach einigen Jahren versuchten Sie, sich wieder auf einen Glauben zu einigen.

In den ersten Tagen kamen sie nicht weit. Schimpfte der Evangelische: “der Papst ist der Antichrist”, schimpfte der Katholische: “Luther ist der Widerchrist.“ Aber am Samstag fastete schon der Evangelische mit seinem Bruder. Und der Katholische ging mit seinem Bruder zum Abendgebet. Dann aber rief jeden die Pflicht zurück.

Nach sechs Wochen schreibt der jüngere: “Bruder, deine Gründe haben mich überzeugt. Ich bin jetzt auch katholisch.” – Da ergriff der Bruder voll Schmerz die Feder. “Du Kind des Zorns und der Ungnade, willst du denn mit Gewalt in die Verdammnis rennen? Gestern bin ich wieder evangelisch geworden.“

„Die Bekehrung“ heißt diese Geschichte von Johann Peter Hebel, evangelischer Pfarrer und Dichter aus Baden. Vor 250 Jahren wurde er geboren, und letztlich war für ihn die Praxis des Glaubens wichtig, nicht die Konfession.

Daher sein Fazit: Du sollst nicht über die Religion grübeln und tüfteln, damit du nicht deines Glaubens Kraft verlierst. Sondern du sollst deines Glaubens leben und, was gerade ist, nicht krumm machen.

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