Zusätzliche Ausnahmen abgelehnt. Lobbygruppe für Sonntagsschutz gegründet.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 39 zum 26. September 2010.

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RPR1 "Angedacht": Armer Kevin!

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 24. September 2010:

Armer Kevin! Seinen Vornamen hat er sich nicht ausgesucht. Trotzdem muss er dafür büßen. Eine wissenschaftliche Studie bestätigt jetzt: Vornamen erzeugen Vorurteile. Der gleiche Schulaufsatz wurde mit unterschiedlichen Vornamen beschriftet und von Lehrern beurteilt.

Das Ergebnis: Die Kevins haben immer die schlechteren Noten als die Maximilians bekommen, obwohl die Aufsätze absolut identisch waren.

Wer Kevin heißt, so lautet das Vorurteil, kann nicht gut in der Schule sein, weil er aus einer Familie kommt, in der Bildung scheinbar keinen hohen Stellenwert hat. Für Maximilian gilt das Gegenteil: seine Eltern gehören zur Oberschicht, zur Bildungselite.

Namen sind ein wichtiger Teil der Person. Namen gehören zur Identität, erst der Name macht uns ansprechbar. Er ist in der Regel das erste, was wir von uns selbst preisgeben oder über andere erfahren. Darum ist es auch so unangenehm, den Namen eines anderen zu vergessen.

Unseren Namen erhalten wir zwar nicht erst bei der Taufe, aber da werden wir mit ihm angesprochen. Das bedeutet: Jeder Mensch ist einzeln und persönlich Gottes Kind, egal, wie er heißt und egal, was andere später aus seinem Namen machen.

Ich hab’ mir übrigens schon lange abgewöhnt, beim Korrigieren von Arbeiten auf die Namen meiner Schüler zu achten. So kann ich mich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Und einer der besten Schüler meiner 7. Gymnasialklasse im letzten Jahr hieß – na, wie wohl – Kevin!

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Vollbildmodus.

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 24. September 2010:

„Der Vollbildmodus lässt sich nicht aktivieren.“ Oh Mann. Mein Computer präsentiert mir wieder einen wenig hilfreichen Satz. Dieser erscheint mir allerdings fast allgemeingültig.

Wie oft ist mein Blickfeld eingeschränkt, kann ich die Perspektive nicht wechseln, um eine Sache auch von der anderen Seite zu betrachten. Egal, ob es etwa um die Frage geht, ob wir Sterbehilfe leisten oder ob wir Pflanzen, Tiere, Menschen genetisch verändern dürfen, oder gar, ob der eine Glaube wahrer ist als der andere, immer gilt: „Der Vollbildmodus lässt sich nicht aktivieren.“

Unser Wissen ist Stückwerk, wir sehen nur ein dunkles Bild durch einen Spiegel, schrieb schon der Apostel Paulus. Ich will deshalb versuchen, mich an eine Regel zu halten: Fälle keine vorschnellen Urteile!

Lehne nicht von vorneherein etwas oder jemanden ab, nur weil du eine schlechte Erfahrung gemacht hast, dir jemand anders etwas Schlechtes erzählt hat, oder du von einem Misserfolg gelesen hast.

Als Christ bin ich der guten Hoffnung, dass wir einmal das Vollkommene schauen werden. Wie Paulus sagt: Jetzt erkenne ich stückweise, die Zeit aber wird kommen, in der ich völlig erkennen werde, wie auch ich völlig erkannt worden bin. Einmal wird Gott alles in allem sein. Dann ist der Vollbildmodus aktiviert.

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