Rockland Radio 'Feels like heaven': Nicht vergessen!
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 02. November 2010:
Heute ist Allerseelen. Viele Christen auf der ganzen Welt gedenken an diesem Tag der Toten. Ich schätze diesen Tag. Er lädt mich ein, nachzudenken, über die Menschen, die einst mein Leben begleiteten und nun nicht mehr bei mir sind.
Allerseelen erinnert mich aber auch an die unzähligen Menschen, die unbeachtet von ihrer Umwelt ihr Leben verloren haben. Auch sie haben ein Recht darauf, dass man sie nicht vergisst. Denn jeder Mensch ist ein einzigartiges Kunstwerk Gottes.
Auf dem Friedhof des Dorfes, in dem ich lebe, gibt es einige so genannte Sozialgräber. Sie sind dürftig eingefriedet und bis vor kurzem haben sie ziemlich ungepflegt und verwildert gewirkt. An die Menschen, die dort begraben sind, wollten sich die Bewohner nicht mehr erinnern.
Eine Frau aus meiner Kirchengemeinde konnte das nicht mit ansehen und hat begonnen, diese Gräber zu pflegen. Doch damit nicht genug. Heute am Allerseelentag legt sie auf all diese Gräber eine Rose. Eine schöne Geste gegen die Vergessenheit. Egal woher wir kommen und was wir getan haben, jeder von uns verdienst den Respekt im Tod. Denn vor Gott sind wir alle gleich.
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RPR1 "Angedacht": Ich träume...
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 02. November 2010:
Ich habe einen Traum“ – so hat der afroamerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte Rede für die Gleichheit aller Menschen begonnen.
Luther King träumt, dass die Hautfarbe und Herkunft von Menschen einmal keine Rolle mehr spielen werden. Dass nur zählt, wer man ist und nicht was man ist und dass alle Menschen friedlich miteinander leben können, ohne Angst und ohne Neid.
Das klingt beim ersten Hören völlig utopisch, aber Martin Luther King hat sein ganzes Leben diesem Traum gewidmet. Für seinen friedlichen Protest wird er über 30 mal verhaftet und mehrmals tätlich angegriffen. Und für diesen Traum ist er 1968 bei ein Attentat gestorben.
Damit war der Traum aber noch lange nicht ausgeträumt. Viele Menschen träumen mit und träumen weiter. Soweit dass heute ein Afroamerikaner Präsident der USA ist. Bis vor kurzem wäre auch das noch völlig undenkbar gewesen.
„Ich habe einen Traum…“ Gerade heute – wo ganze Gruppen von Menschen in Deutschland als integrationsunfähig abgestempelt werden – gerade da will ich weiterträumen und hoffe, sie träumen mit! Solange, bis, wie es in der Bibel heißt: “Unser Mund am Ende lachen und unsere Zunge jubeln wird.”
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