SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das verzeih ich Dir nie!

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Montag, 31. Januar 2011.

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Mit allen Sinnen. Erlebnisausstellung zur Taufe in Speyrer Gedächtniskirche.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 30.01.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Mäßige Dich!

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 29. Januar 2011:

Weltrekordler, Olympiasieger, Spitzenverdiener – solche Menschen gelten in unserer Welt als das Maß aller Dinge. Dagegen sind die meisten von uns einfach nur mittelmäßig.
Macht aber nichts, denn schon seit der Antike sollen wir alle das rechte Maß suchen also, das was irgendwo zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig liegt!

Die Benediktiner-Mönche kennen seit alters her die Weisheit und Tugend des Gleichgewichts: Das Leben im Kloster beruht auf Arbeit und Gebet, Aktivität und Passivität, Genuss und Verzicht, Reden und Schweigen.

Ein maßvolles Leben hat übrigens nichts mit einem mäßigen Leben zu tun. Im Gegenteil. Es ist die Maßlosigkeit, die das Leben aushöhlt und auf Dauer schal und langweilig macht. Wer immer alles sofort hat, der kann nicht mehr genießen.
Herauszufinden, was für mich das rechte Maß ist – das ist eine spannende Aufgabe und kann ganz unterschiedlich aussehen.

Zum Beispiel so, wie bei den Benediktiner-Mönchen:
Denn ihnen steht täglich ein Glas Wein zu. Aber der Abt kann diese Ration erhöhen, wenn die Arbeit oder das Klima es erfordern.

Das rechte Maß zu suchen hat also nicht nur mit Verzichten zu tun, manchmal lohnt es sich auch zu investieren. Von diesem alten Gedanken des Maßvollen kann ich also über die Maßen auch heute noch was lernen.

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RPR1 "Angedacht": Deutschaufsatz.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 29. Januar 2011:

Heute möchte ich jemandem übers Radio grüßen! Sein Name ist Steven! Er ist dreizehn und hat am Montag seinen Deutschaufsatz zurückbekommen. Fünf Minus. Heute soll er dem Lehrer den Aufsatz zurückgeben, von den Eltern unterschrieben.

Aber Steven hat den Aufsatz nicht unterschreiben lassen. Er hat sich nicht getraut, sie seinen Eltern zu zeigen. Er hatte ja schon im letzten Diktat eine Fünf.

Womit haben wir das verdient! Warum schmeißt du deine Zukunft so weg! Hat seine Mutter damals gesagt und geweint. Sein Vater hat nur geschwiegen, mit diesem vorwurfsvollen Blick der sagt: Siehst Du, deine Mutter weint, nur wegen dir.

Steven fühlt sich verlassen und: er hat Angst. Ohne Unterschrift unter seinem Aufsatz traut er sich nicht mehr in die Schule, aber nach Hause traut er sich eigentlich auch nicht mehr. mit Angst aus dem Haus.

Am liebsten würde er abhauen! Einfach weg. Keine Eltern mehr, keine Schule und kein DU MUSST. Du musst lernen, du musst aufpassen, du musst dich anstrengen, du musst gute Noten schreiben. Als ob das so einfach wäre… Wer interessiert sich eigentlich dafür, wie es mir dabei geht, denkt Steven. Wer hört sich meine Sorgen an?

Ich hab eine Botschaft für dich, Steven. Sie steht genauso in der Bibel. Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Gute Langeweile.

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 28. Januar 2011:

Wenn ich mal alleine bin und meine Ruhe habe –fühle ich mich gar nicht gut. Mir ist irgendwie langweilig, wenn ich am Küchentisch oder im Wohnzimmer oder im Auto hocke und mal nichts zu tun habe. Dann drehe ich das Radio auf, schalte den Fernseher an und freue mich sogar, wenn das Telefon klingelt. Hauptsache, irgendwas lenkt mich von meiner Langeweile ab!

„Das ganze Unglück der Menschen kommt daher, dass sie unfähig sind, in Ruhe allein in einem Zimmer zu bleiben.“ Diesen Satz hat im 17. Jahrhundert der französische Philosoph Blaise Pascal gesagt. Ich glaube, er hat Recht gehabt.

Ablenkung tut mir nicht immer gut. Denn sie lenkt ja nicht nur von der Langeweile ab, sondern auch davon, mir darüber klarzuwerden, was mir wirklich wichtig ist.
Vielleicht brauche ich deshalb ab und ab auch mal die Langeweile. Denn sie zwingt mich dazu, nach zu suchen, was meinem Leben Sinn und Bedeutung gibt. Wer mit mir unterwegs ist, wen oder was ich vermisse, was mir wichtig ist und was ich dafür tun kann.

Ich habe mir vorgenommen, die nächste Ruhepause wirklich mal zu genießen. Mich nicht gleich in die nächste Aktivität zu stürzen, sondern einfach dazusitzen und…mich genüsslich zu langweilen.

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RPR1 "Angedacht": Vorurteile.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 28. Januar 2011:

Auf eine Betonwand hat der britische Künstler Banksy ein Graffiti aufgesprüht. Es ist das Bild von einem autonomen Demonstranten. Sein Gesicht hat er unter dem Palästinenserschal feige vermummt. Dazu trägt er einen schwarzen Schlabberpulli, unter dem er bestimmt noch eine Waffe versteckt hat!

Seinen rechten Arm hält Autonome weit hinter seinem Rücken. Klar, er holt aus, um gleich mit irgendwas zu werfen! So kennen wir sie ja aus dem Fernsehen. Diese feigen, vermummten Randalierer, die Polizisten mit Steinen bewerfen. Die nur eine Sprache verstehen, Gewalt. Das sind doch keine Menschen! Oder?

Tatsächlich hat der Autonome auf dem Graffiti keinen Stein, keine Flasche und auch kein Molotow-Cocktail in der Hand, sondern einen Blumenstrauß! Und plötzlich ist das kein anonymer Randalierer mehr. Es ist ein lieber Kerl, der anderen gewitzt und freundlich Blumen rüberwirft, um ihnen eine Freude zu machen.

Ich fühle mich ertappt. Weil ich nur schlecht von ihm gedacht habe. Dabei habe ich mir doch für dieses Jahr vorgenommen, was die Jahreslosung für dieses Jahr von mir fordert/vorschlägt. Der Apostel Paulus schreibt: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, überwinde das Böse mit Gutem. Dieser Blumenstrauß-Guerrilliakämpfer zeigt mir, wie es gehen kann. Eben ganz menschlich.

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Das Ende einer Ära. Protestantische Kirchengemeinde Neuhofen verabschiedet letzten Zivi.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 05 zum 30. Januar 2011.

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