Projekt für behinderte Kinder in Ruanda gestartet. Konzept stammt vom Böchinger Prädikant Anton Geiser.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 09.01.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:50min / 2.5 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Laufendes Kind.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Mittwoch, 12. Januar 2011:

Mit großen Augen strahlte Jesus seine Mutter an. Maria hatte ihm gerade eine neue Windel angezogen und nun lag er zufrieden auf ihrem Arm. Das war seine momentane Lieblingsbeschäftigung. Liegen und ab und an mit Armen und Beinen strampeln.

Kein Wunder, dachte Maria, viel mehr konnte ihr Sohn ja auch noch nicht tun. Außer einer Sache vielleicht: knapp 3 Wochen nach seiner Geburt konnte Jesus bereits Marias Finger festhalten. Berührte sie zum Beispiel seine Hand mit ihrem Daumen, dann schlossen sich Jesu Finger fest darum. So als wollte er seine Mutter nie mehr loslassen.

Nicht mehr lange, dachte Maria, und Jesus wird mehr wollen als einfach nur so dazuliegen und Finger zu umklammern. Er wird anfangen, sich mehr und mehr zu bewegen. Zu krabbeln und zu laufen.

Maria musste grinsen bei der Vorstellung, wie ihr kleiner Sohn irgendwann quiekend und schreiend auf Menschen zurennen würde. Auf den letzten Metern würden seine kleinen Schritte immer schneller werden und schließlich würde er sich in die offenen Arme stürzen, die sich ihm entgegenstreckten.

Deutlich sah Maria es vor sich: Jesus würde den Menschen um den Hals fallen und sie fest an sich drücken, als wollte er sagen: Ich halte dich fest. Ich bin ganz nah bei dir.
So ähnlich, wie Jesus es jetzt schon mit Marias Finger tat.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:22min / 1.9 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Stinkendes Kind.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Dienstag, 11. Januar 2011:

Das stinkt ja zum Himmel, dachte Josef. Seine Frau Maria hatte ihn zu dem kleinen Bach unterhalb ihrer Unterkunft geschickt, um die Windeln von Jesus auszuwaschen. Und da kniete Josef nun am Ufer und rieb den Stoff aneinander, um ihn wieder halbwegs sauber zu kriegen.

So hatte er sich das wirklich nicht vorgestellt, als der Engel zu ihm gesagt hatte: „Den Sohn, den deine Frau empfangen hat, der ist vom Heiligen Geist und er wird sein Volk retten.“

Bei dem Gedanken an etwas Heiliges, war Josef sofort der Duft von wertvollem Salböl in die Nase gestiegen. Angereichert mit wohlriechenden Gewürzen hatten Josefs Vorfahren damit die Köpfe ihrer Könige massiert oder das Öl auf ihren Altären Gott geopfert.

Von einem Wohlgeruch konnte bei Jesus aber nun wirklich nicht die Rede sein. Nie hätte Josef sich träumen lassen, dass etwas Heiliges, etwas Göttliches so menschlich riechen könnte.

Aber – wie er so Tag für Tag die Windeln unten am Bach auswusch – musste Josef sich eines Besseren belehren lassen. Er hatte mittlerweile gelernt, dass etwas Heiliges offensichtlich sehr menschlich sein konnte.

Jesus konnte schreien, er fror, er musste essen und trinken und auch das Gegenteil davon machen. Statt teurem Duftöl auf dem Kopf, brauchte er eher eine wärmende Decke, eine Umarmung oder einen Kuss auf die Stirn. Er war eben ein kleiner Mensch und als solcher stank er manchmal zum Himmel.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:29min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Schreiendes Kind.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Montag, 10. Januar 2011:

Ach, wenn das Geschrei doch endlich aufhören würde. In dieser Nacht war es ganz besonders schlimm. Alle zwei Stunden wollte Marias Baby an die Brust. Bereitwillig stillte sie den kleinen Wurm, schaukelte ihn anschließend auf dem Arm in den Schlaf und dann, kaum dass sie selbst wieder eingeschlafen war, ging das Geschrei von vorne los.

Sie war so müde. Zweieinhalb Wochen war ihr Kind erst alt und sie war schon jetzt völlig am Ende. Gott hilft – auf aramäisch: Jesus – hatte sie ihren Sohn genannt und in der letzten Nacht unzählige Male auf Gottes Hilfe gehofft. „Lass das Kind bitte bis zum Morgen schlafen“, hatte sie sich gewünscht. Bisher ohne Erfolg. Alle zwei Stunden hörte sie Jesu Schreie.

Ich wünsche mir endlich mal wieder eine Stille Nacht, dachte Maria. Eine Nacht, die so ganz anders ist als die Nächte, die ich in den letzten Wochen hatte. Ruhig, heilig– so dass ich wieder Kraft tanken kann. Aber gleich geht das Geschrei wieder los, die zwei Stunden sind rum. Maria rechnete sekündlich damit, dass Jesu kräftiges Stimmlein die Stille der Nacht zerreißen würde.

Aber: es blieb ruhig. Es kam kein Gebrüll. Nicht nach zwei Stunden, nicht nach zweieinhalb. Die Stille hielt noch eine ganze weitere Stunde. Maria genoss diese Zeit und dachte: Vielleicht hat Gott mir doch geholfen. Dreieinhalb Stunden Ruhe sind zwar noch keine stille Nacht, aber immerhin ein Anfang!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:28min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Gott in der Mitte.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 09. Januar 2011:

Bei uns zuhause war es gestern Mittag soweit. Wir haben ein Stück Weihnachten entsorgt. Alles ging ganz schnell: Tür auf, Tannenbaum raus, Tür wieder zu. Und schon ehe wir alle Kartons mit den Kugeln, Kerzen und Strohsternen wieder auf dem Speicher verstaut hatten, ist die Feuerwehr gekommen und hat den Baum abgeholt.

So wie gestern bei uns im Dorf wird es in den nächsten Tagen überall in Deutschland passieren. Ein Möbelhaus macht Jahr für Jahr sogar Werbung mit der Tannebaum-Entsorgungsaktion. Nach dem Motto: Wenn der Tannenbaum raus ist aus dem Haus, dann habe ich ja wieder Platz. Platz für neue Möbel.

Aber habe ich – jetzt nach Weihnachten – auch noch Platz für Gott in meinem Leben? Die Geburt Jesu ist ja nicht nur im Dezember ein Grund zum Feiern.

Deshalb möchte ich mich an Maria und Josef orientieren. Für Sie war Weihnachten erst der Anfang eines Lebens mit Gott in ihrer Mitte. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn in dem kleinen Jesuskind ist Gott auf die Erde gekommen.

Mit Maria, Josef und vielen anderen Menschen hat er die Höhen und Tiefen des Lebens geteilt. Hat gelacht und geweint, gefeiert und gelitten, ist gestorben und auferstanden. All das möchte ich feiern. Und zwar das ganze Jahr über – auch ohne Tannenbaum.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:25min / 1.9 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Am Anfang die Liebe.

Pfarrer Reinhardt Mueller, Fischbach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 07. Januar 2011.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (2:41min / 1.2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Freu Dich-Datum.

Pfarrer Reinhardt Mueller, Fischbach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 06. Januar 2011.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (2:28min / 1.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.