RPR1 "Angedacht": Nebenwirkungen.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 04. November 2010:
„Kann in seltenen Fällen zu Übelkeit führen“...Ich wollte nur ein Mittel gegen Husten und Heiserkeit kaufen und jetzt lese ich diese ganzen Risiken und Nebenwirkungen. Ein riesiger Zettel in winziger Schrift. Was da alles passieren kann. Schweißausbrüche, Herzrasen und in seltenen Fällen Ausschlag. Vielleicht bin ich ja so ein seltener Fall? Mich gibt´s schließlich nur einmal…
Bei dem Gedanken merke ich schon, wie der Schweiß ausbricht und die mein Herz anfängt, schneller zu schlagen. Da will ich das Mittel doch gar nicht mehr nehmen! Und sitze den Husten lieber aus. Kann man an Husten eigentlich Sterben? Was ist schlimmer? Heiserkeit, Übelkeit oder Sterblichkeit?
Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Die Bibel empfiehlt in solchen Entscheidungen vor allem eines Gelassenheit!
Warnungen und Sicherheitshinweise hin oder her. Ich muss mein Leben leben, auch wenn ich nicht sicher bin, was am Ende draus wird. Das Leben ist riskant und manchmal sogar gefährlich.
Aber ich glaube, bei allen Risiken und Nebenwirkungen – Gott ist bei mir, ich bin wenigstens nicht allein! Und diese Gewissheit führt in den meisten Fällen zu Fröhlichkeit.
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RPR1 "Angedacht": Hilfreicher Stau.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 03. November 2010:
„Zwei Stunden für vier Kilometer!“ Vermeldet die Anruferin erbost durchs Radio. Mal wieder Stau auf der A6! Zur Baustelle kam noch ein Auffahrunfall und dann Stillstand.
Nichts geht mehr. Alle Termine verpasst, die ganze schöne Tagesplanung hinfällig.
Alles was man tun kann ist – Stillstehen und Warten. Das ist ärgerlich. Da kann ich die Frau gut verstehen. Wir sind gewöhnt, dass alles in Bewegung ist. Stillstand können wir uns einfach nicht leisten! Zeit ist Geld. Und wenn ich schon mal nichts tue – dann will ich selbst entscheiden, wann das ist.
Nichts geht mehr – Im Stau merke ich, dass ich eben nicht alles in der Hand habe, nicht alles planen kann. Ich merke, dass es da noch ein bisschen mehr gibt auf dieser Welt, als nur mich und meine Termine.
Stillstand – Genau dieser Moment, wo Stille einkehrt, kann nach der Bibel aber sehr heilsam sein. Manche Menschen finden genau darin Gott. „Meine Seele ist still, vor Gott der mir hilft!“ So beschreibt es ein Psalmbeter.
Den Stau auf der A6 haben einige dann auch wirklich als hilfreich erlebt und das gleich per Handy durchs Radio gemeldet. „Jetzt hab ich endlich gehört, wie das Lied heißt, dass ich seit Wochen mitsumme!“ freut er ein junger Mann. Und ein LKW-Fahrer seufzt: „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so lange Pause hatte!“ Wofür so ein Stau doch gut sein kann.
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RPR1 "Angedacht": Ich träume...
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 02. November 2010:
Ich habe einen Traum“ – so hat der afroamerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte Rede für die Gleichheit aller Menschen begonnen.
Luther King träumt, dass die Hautfarbe und Herkunft von Menschen einmal keine Rolle mehr spielen werden. Dass nur zählt, wer man ist und nicht was man ist und dass alle Menschen friedlich miteinander leben können, ohne Angst und ohne Neid.
Das klingt beim ersten Hören völlig utopisch, aber Martin Luther King hat sein ganzes Leben diesem Traum gewidmet. Für seinen friedlichen Protest wird er über 30 mal verhaftet und mehrmals tätlich angegriffen. Und für diesen Traum ist er 1968 bei ein Attentat gestorben.
Damit war der Traum aber noch lange nicht ausgeträumt. Viele Menschen träumen mit und träumen weiter. Soweit dass heute ein Afroamerikaner Präsident der USA ist. Bis vor kurzem wäre auch das noch völlig undenkbar gewesen.
„Ich habe einen Traum…“ Gerade heute – wo ganze Gruppen von Menschen in Deutschland als integrationsunfähig abgestempelt werden – gerade da will ich weiterträumen und hoffe, sie träumen mit! Solange, bis, wie es in der Bibel heißt: “Unser Mund am Ende lachen und unsere Zunge jubeln wird.”
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RPR1 "Angedacht": Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 01. November 2010:
„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.“ – Ich sitze vor dem Fernseher und gleich spricht Barbara Salesch das Urteil. Dann bekommt wieder ein Opfer sein Recht und ein Übeltäter die gerechte Strafe! Wenigstens bei Barbara Salesch siegt die Gerechtigkeit!
Sonst ist da ja oft nicht der Fall. Die Starken setzen sich mit Gewalt oder Geld durch und kommen ungeschoren davon. Und die Opfer? Die stehen hilflos da und haben den Schaden. Sieht so Gerechtigkeit aus? Ach, wenn sich Richterin Salesch nur um alles kümmern könnte!
„Selig sind, die Hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, sie sollen satt werden“ so beschreibt die Bibel diese Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Es stimmt, Menschen sind gemein zueinander, nutzen einander aus und tun Dinge, die nicht sein dürften. Aber so soll es nicht sein! Und es muss nicht so bleiben.
Gerechtigkeit ist möglich und – sie wird kommen. Dafür steht Gott ein. Und wir können viel dafür tun! Und sei es bloß, dass wir die Sehnsucht nach Gerechtigkeit wach halten und immer wieder laut Gerechtigkeit fordern.
Dass Verbrecher gerecht bestraft werden und niemand Opfer bleiben muss. Nicht nur im Fernsehen bei Richterin Salesch, sondern in Gottes Namen überall auf dieser Welt.
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RPR1 "Angedacht": Mein Sohn wird Papst.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 31. Oktober 2010:
In ca. dreieinhalb Stunden wird mein kleiner Sohn Papst. Allerdings wird er deshalb nicht nach Rom ziehen und er macht Benedikt dem Sechzehnten damit auch nicht sein Amt streitig. Der bleibt natürlich weiterhin das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Aber trotzdem stimmt es, wenn ich sage: Mein Sohn wird Papst, denn im Reformationsgottesdienst unserer Gemeinde heute Morgen wird er getauft und
Was aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen, schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht zu sein.
So hat es einst Martin Luther gesagt und damit die Bedeutung der Taufe betont. Sie ist das entscheidende Ereignis im Leben eines Christen, denn in der Taufe sagt Gott zu ihm: „Du bist mein geliebtes Kind. Ich werde immer bei Dir sein!“
Und diese Zusage gilt, egal was der Täufling in seinem Leben alles schaffen und was er nicht schaffen wird. Was er gut machen und welche Fehler er machen wird. Er ist und bleibt Gottes Kind.
Mehr kann ein Mensch nach evangelischem Verständnis nicht sein. Näher kann er Gott in dieser Welt nicht kommen. Egal, welche kirchlichen Weihen er auch empfängt. Das Gebet eines Priesters, das Segnen eines Bischofs ist nicht besser oder wirksamer als das jedes getauften Christen.
Denn mit der Taufe wird eben jeder Mensch zum Priester, Bischof oder Papst. In knapp dreieinhalb Stunden auch mein Sohn.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Tod als Strafe?
Pfarrer Rolf Burket, Bad Kreuznach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 29. Oktober 2010.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Bis dass der Tod Euch scheidet.
Pfarrer Rolf Burket, Bad Kreuznach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 28. Oktober 2010.
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