Rockland Radio "Feels like heaven": SQ.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 05. April 2011:

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Quadratische Melonen.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 17. Dezember 2010:

Sind Sie auch noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken? Wie wär’s denn mit ´ner Melone? Einer quadratischen Melone? Die gibt’s schon seit ein paar Jahren in Japan.

Die Früchte wachsen in viereckigen Glasbehältern
und nehmen dann gezwungenermaßen diese Form an.
Abgestimmt auf die japanische Kühlschrankgröße, passen sie genau ins Kühlfach rein.

Ist zwar noch ziemlich teuer, so ´ne eckige Melone:
80 Euro muss man schon dafür hinlegen;
dafür hat man aber ein originelles Geschenk.
Quadratisch, praktisch, gut – auf Melonen mag das ja zutreffen; aber uns Menschen hat unser Schöpfer doch anders gewollt.

Es ist gute protestantische Tradition, sich eben nicht vorgegebenen menschlichen Maßstäben anzupassen, wenn das Gewissen dagegen ist. Gott mehr zu gehorchen als den Menschen – das hat uns Jesus vorgelebt.

Luther und andere haben’s nachgemacht. Hatten zwar auch Ecken und Kanten wie die japanischen Melonen, aber in ihrer Person, in ihrem Glauben sind sie ganz individuell geblieben.
Gott freut so was. Denn angepasste Menschen interessieren ihn nicht die Melone, äh, die Bohne.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Weihnachtsverbot.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 18. Dezember 2010:

Das Weihnachtsfest abschaffen? Das könnte doch bloß einer Regierung einfallen, die aus gottlosen, christenfeindlichen Politikern besteht, oder?

Irrtum! In England wurde das Weihnachtsfest im Jahr 1647 verboten und das ausgerechnet von den strenggläubigen Puritanern, die dort an die Macht gekommen waren.
Ihre Begründung: Weihnachten verstoße gegen die reine christliche Lehre.

Zum einen sei es nicht erwiesen, dass Jesus tatsächlich am 25.Dezember geboren worden ist. Und zweitens war man dagegen, dass das Fest dazu genutzt wurde, um ausgiebig zu essen, zu trinken und Unzucht zu treiben.

Also wurde Weihnachten samt den Gottesdiensten verboten.
Stattdessen sollten die Menschen arbeiten und ihre Geschäfte öffnen. Nun, die meisten Engländer setzten sich damals über das Verbot hinweg und feierten erst recht – erst verbotenerweise und ab 1660 dann wieder ganz legal.

Gut so! Denn ich persönlich freu’ mich auf Weihnachten und auf das üppige Essen. Und ich will strenggläubigen Weihnachtsgegnern keine Chance geben, sondern will über den rechten Sinn des Festes nachdenken, wenn ich mit den anderen Menschen im Gottesdienst singe: „Christ, der Retter ist da!“

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Postleitzahlen.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 16. Dezember 2010:

Ich verrate Ihnen jetzt nicht, wo ich wohne.
Nicht mal die Postleitzahl. Denn die ist ja auch schon sehr verräterisch. Postleitzahlen sagen viel aus über die Menschen. Der Soziale Status, die finanzielle Situation, das Bildungsniveau und sogar der Gesundheitszustand, all das kann an ihnen abgelesen werden.

So fanden Forscher anhand von Postleitzahlen heraus,
dass Bewohner von ärmeren Wohngegenden im Schnitt viel übergewichtiger sind als Bewohner von noblen, teuren Vierteln. Nur ein Beispiel dafür, welche Aussagekraft so eine Postleitzahl haben kann.

Bewerbungen werden zurückgeschickt, Kredite nicht gewährt, Versicherungsabschlüsse abgelehnt
weil Menschen die vermeintlich falsche Postleitzahl haben.
Das Ansehen einer Person mit einer solchen Postleitzahl ist oft nicht besonders hoch.

Bei Gott ist das zum Glück anders. Er sieht nicht auf meine Postleitzahl, nicht auf meine Herkunft, nicht auf mein soziales Umfeld. Gott schaut auf mein Herz und auf das, was ich tue.
In der Bibel steht: Gott sieht nicht auf die Person, sondern ihm ist in jedem Volk willkommen, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Rache ist Blutwurscht.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 15. Dezember 2010:

„Das sollst du mir büßen!“ – diesen oder einen ähnlichen Satz hat bestimmt jeder von uns schon mal gesagt. Wenn uns jemand ärgert, uns etwas antut, dann heißt das Motto oft: Rache ist Blutwurscht!

Aber Blutwurscht schmeckt und bekommt nicht jedem.
Und Rache schon gar nicht! Das ist nämlich das verblüffende Ergebnis einer Studie der Universitäten Bonn und Maastricht:
Rachsüchtige und nachtragende Menschen haben weniger Freunde, sind überdurchschnittlich oft arbeitslos und generell mit ihrem Leben unzufrieden!

Klar, wer stets nach dem Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ handelt, wer Gleiches mit Gleichem oder gar Schlimmeren vergilt, der provoziert ja damit wieder negative Reaktionen und für die muss er sich dann wieder rächen.

Wer sich dagegen freundlich und hilfsbereit verhält und nicht so schnell nachtragend ist, der ist im Allgemeinen erfolgreicher im Job und glücklicher im Leben – sagen die Forscher und kommen zu dem Ergebnis: Sanftmut und Nettigkeit setzen sich durch!

Fürsorge für andere ist nämlich die Voraussetzung dafür, dass sich die mitfühlende menschliche Rasse in der Natur durchgesetzt hat. Rache mag Blutwurscht sein – aber Sanftmut ist Honig!

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Wan.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 14. Dezember 2010:

Sie ist das längste und von der Masse her auch das größte Bauwerk der Erde: die chinesische Mauer. Als ihr Bau noch in den Kinderstiefeln steckte, da soll es dem Kaiser nicht schnell genug gegangen sein.

Ein Wahrsager prophezeite ihm dann folgendes:
Die Mauer wird nicht fertig sein, bevor zehntausend Männer unter ihr begraben sind. Weil der Kaiser aber nicht so lange warten wollte, hat er einen Trick angewendet. Er kannte nämlich einen Mann, dessen Name das Schriftzeichen „wan“ beinhaltete.

„Wan“, das bedeutet nämlich „zehntausend“. Der Arme wurde gleich bei lebendigem Leib in der Mauer begraben und angeblich ist die Arbeit zügiger vorangegangen. So etwa 206 vor unserer Zeitrechnung ist der erste große Teil der Mauer schließlich fertig gewesen.

Ungefähr 200 Jahre später kam ein Mann zur Welt,
der nicht nur anstelle von zehntausend, sondern für alle Menschen in den Tod gehen sollte. Jetzt in der Adventszeit erwarten wir die Geburt dieses Menschen. Er heißt nicht Wan, sondern Jesus, zu deutsch: „Gott wird helfen“.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Santa Lucia.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 13. Dezember 2010:

Wie an jedem 13.Dezember wird auch heute vornehmlich in Schweden ein Lichterfest gefeiert. Dabei wurde die Frau, die dem Fest den Namen gibt, im 3. Jahrhundert auf Sizilien geboren.

Santa Lucia – vor vielen Jahrhunderten war sie eine Lichtgestalt in der christlichen Welt. Ihr Name ist dabei Programm: Lucia bedeutet die Leuchtende.

Weil sie die Hände frei haben wollte, um den Armen Essen zu verteilen, hat Lucia einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf getragen. So hat sie in doppeltem Sinne Licht ins Leben vieler Menschen gebracht. In Form von brennenden Kerzen und von Lebensmitteln.

„Ihr seid das Licht der Welt!“ so hat es Jesus einst zu seinen Jüngern gesagt. Lucia zeigt uns, wie das funktionieren kann.
Denn auch heute wird es überall auf der Welt heller, wenn Menschen wie einst Luzia ein bisschen Licht in die Herzen anderer tragen.

Der oft dunkle und triste Alltag vieler Menschen fängt plötzlich an zu leuchten, wenn sie ein gutes Wort hören, wenn ihnen geholfen wird, wenn sie das Licht der Kerzen in ihrem Leben spüren.