Rockland Radio 'Feels like heaven': Phobien.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 28. August 2010:
Ichhabe eine Rattophobie, das heißt ich hab’ mit Ratten so meine Schwierigkeiten. Phobien, also bestimmte Ängste, gehören zum Menschsein dazu.
Ein Amerikaner hat mal sämtliche in der medizinischen Literatur beschriebenen Phobien zusammengetragen und kam auf 537 Objekte oder Situationen, die eine zwanghafte Furcht hervorrufen können.
Meine Mutter hat zum Beispiel eine Aelurophobie, sie fürchtet sich vor Katzen. Andere haben sogar eine generelle Angst vor Tieren, die sogenannte Zoophobie. Es gibt auch Menschen, die an Pogonophobie leiden; die fürchten sich vor Bärten. Achtung: Sogar Arachibutyrophobiker gibt es. Menschen, die sich davor fürchten, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt.
Wenn ich mir’s recht überlege, dann ist die Zahl der möglichen Zwangsängste letzten Endes wohl unendlich, denn was kann sich in unserer Welt nicht zur Quelle der Furcht auswachsen?!
Aber auch wenn all diese Ängste in unserer Welt verwurzelt sind – so gibt es doch etwas, das mir Hoffnung schenkt. Ich glaube, dass Gott auf meiner Seite steht. Er kennt unsere Ängste und macht uns Mut. In der Bibel heißt es weit über 300mal: „Fürchte dich nicht!“
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Der erste Stein.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 27. August 2010:
Er war ein begnadeter Dichter und Komponist des 18. Jahrhunderts. Der Schwede Carl Michael Bellman.
Neben der hohen Kunst galt sein Interesse aber vor allem dem Alkohol und den Frauen. Bellman hat sich von einer Affäre in die nächste gestürzt.
Bis eine Dame die Nase voll hatte und Bellman am Königshof angezeigt hat: Er habe sie aufs Schlimmste beleidigt, hat die Dame angegeben. Das Urteil des Königs daraufhin: Tod durch Steinigung.
Als die betrogenen Damen bereits die Pflastersteine in der Hand hatten, da wurde dem verurteilten Künstler noch ein letzter Wunsch gewährt. Das unsittlichste und lüsternste Weib von allen möge als Erste werfen. So hat Bellman es sich gewünscht und überlebt.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil er sich in der Bibel auskannte. Darin bewahrt Jesus eine Ehebrecherin vor dem Tod durch Steinigung. Und zwar durch einen einzigen Satz
„Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“
Diese Aufforderung wollte nicht nur, nein, die konnte auch keiner der Anwesenden befolgen. Also kam die Frau davon. Wie Bellman. Er, weil sich niemand die Wahrheit eingestehen und eine Blöße geben wollte; die Frau aber, weil Jesus den Anwesenden die Wahrheit bewusst gemacht hat.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Eene meene muh!
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 26. August 2010:
Ene meine muh, und raus bist du! So haben wir in meiner Kindheit immer abgezählt. Und Abzählen war oft dran: bei Spielen zum Beispiel. Wer gehört dazu? Wer darf mitspielen? Wer nicht?
Ich hab mich dann immer gefreut, wenn einer von den Starken und Geschickten in meiner Mannschaft war.
Und wenn jemand Schwächeres in mein Team gekommen ist, dann hab ich laut gestöhnt.
Aber meistens wurden die Schwächeren ja erst gaaanz am Schluss gewählt. Und manchmal auch überhaupt nicht.
Ene meine muh, und raus bist du! Das ist ganz schön brutal.
Bei Kindern wie auch bei Erwachsenen.
Da wird angezählt, da wird ausgezählt. Wer rausfliegt hat Kein Ansehen. Keinen Einfluss. Keine Freunde. Er ist einfach Aussortiert.
Anders aber ist es bei Gott. Ganz anders.
Gott kennt auch noch den Satz, der danach kommt, nach dem „Raus bist du“. Und dieser Satz lautet: Raus bist du noch lange nicht!
Ja, das ist in Gottes Sinn: Er schließt keinen aus, egal was einer kann oder nicht kann. Was einer hat oder eben auch nicht hat.
Gottes Reim geht so: Eene meene muh – Du bist Du –
und deshalb will dich Gott immer in seinem Team drin haben.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Der schlimmste Wochentag.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 25. August 2010:
Heute müssen wir alle uns besonders zusammenreißen.
Denn heute ist Mittwoch, und dieser Tag gilt von jeher als ein Unglückstag.
Er war zum Beispiel der klassische Hochzeitstag für sogenannte gefallene Mädchen. Und nach der Lehre der orthodoxen Kirche hat Judas Jesus Christus an einem Mittwoch verraten.
Und auch heute ist der Mittwoch für viele Menschen der schlimmste Tag der Woche – und nicht der viel gescholtene Montag. Das belegt eine mathematische Studie.
Eine vierjährige Analyse von 2,4 Millionen Blogeinträgen zeigt: Die meisten negative Wörter wie „Streit“ oder „Ärger“ oder „traurig“ tauchen in Einträgen auf, die mittwochs geschrieben wurden.
Warum ist das so? Vielleicht deshalb, weil vom Mittwoch ausgesehen das Wochenende in beiden Richtungen am weitesten weg ist. das letzte ist schon in die Ferne gerückt und das kommende lässt noch ganz schön auf sich warten.
Übrigens: Die meisten positiven Wörter wie „super“ oder „toll“ finden sich laut Studie sich in sonntäglichen Blogeinträgen.
Ich glaube, das es letztlich keine Rolle spielt, welchen Tag wir gerade haben. Alle Tage sind uns von Gott geschenkt und somit gute Tage; Tage, die Freude und Leben bringen wollen!
Darum wünsche ich Ihnen für den heutigen Mittwoch einen besonders guten Tag.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Oma unser...
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 24. August 2010:
.Meine Tochter Hannah-Marie hatte gestern ihren ersten Schultag in der zweiten Klasse.
Ja, und da hatten wir auch gleich Religion.
Na, das ist doch toll. Und was habt ihr da gelernt?
Das Vater Unser.
Klasse! Ein tolles und wichtiges Gebet, ja, sozusagen das Gebet schlechthin!
Schon. Ich finds ja auch ganz gut, aber meine Freundin Lena hat nichts damit anfangen können.
Nein, warum denn nicht?
Nein, die lebt doch mit ihrer Mama allein.
Ach so, und da kann sie sich deshalb nichts drunter vorstellen, wenn man sagt: „Gott ist wie ein Vater für uns“. Hm?
Ja, ich glaub, das ist der Grund.
Gibt’s denn jemand, den die Lena ganz doll lieb hat? Jemand, zu dem sie immer hingehen kann, was immer auch passiert?
Ja, also, ihre Oma hat sie gern. Die Oma ist immer für sie da, hat mir Lena mal gesagt. Egal, ob es ihr schlecht geht oder gut. Ob sie was ausgefressen hat oder artig war.
Dann sag’ der Lena: Der liebe Gott ist wie ihre Oma.
Aber was soll das bringen? Soll Lena dann etwa „Oma unser“ beten?
Ja, warum denn nicht? Komm, wir versuchen es mal zusammen. Du wirst sehen, es funktioniert.
Oma unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme…
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Der King lebt!
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 23. August 2010:
Mittlerweile wäre er 75 Jahre alt. Elvis Presley. Der King. Aber vor 33 Jahren ist die Rock’n’Roll-Legende gestorben. Trotzdem: der Kult um den King ist ungebrochen.
Hunderttausende Menschen pilgern dieser Tage zum Presley-Schrein Graceland in Memphis, skurrile Imitatoren in aller Welt huldigen dem Hüftschwinger mit grandiosen Partys.
Deshalb gilt für viele nach wie vor: Der King des Rock’n’Roll lebt!
In den Gedanken seiner Fans, in seiner Musik, die ihn für unzählige Menschen unsterblich gemacht hat.
Bei all dem Elvis-Hype kann man als Christ ganz schön neidisch werden.
Denn für uns Christen gilt doch noch viel mehr: Der König, Jesus Christus, lebt! Ein Musikstar kann für viele nur in der Erinnerung wieder aufleben. Wie auch unsere verstorbenen Mitmenschen nur noch in der Erinnerung präsent sein können.
Jesus Christus aber ist tatsächlich auferstanden von den Toten, das ist christlicher Glaube, das ist christliche Gewissheit. Und das müsste viel, viel mehr gefeiert und bejubelt werden.
Denn weil Christus zum Leben wieder auferweckt worden ist, darum glaube ich, dass auch wir Menschen einmal zum Leben wieder auferweckt werden. Unsere Toten werden leben, die Bibel schreibt sogar: Sie werden die Krone des Lebens erhalten. Auch Elvis. Der King.
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Rockland Radio "Feels like heaven": Der göttliche Hormonhaushalt.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 24. April 2010:
Oxytocin – das ist der Name eines Hormons, das die Bindungsfähigkeit eines Menschen verstärkt. Es entsteht zum Beispiel, wenn eine Mutter ihr Kind stillt.
Um mehr über dieses Hormon herauszufinden, haben Wissenschaftler der Universität Zürich dazu einen Versuch gemacht: Männer und Frauen mussten zuerst über ein bestimmtes Thema streiten, dann haben einige das Bindungshormon, die anderen dagegen Placebos.
Das Ergebnis: Die, die das Hormon Oxytocin bekommen hatten, haben sich aufmerksamer zugehört und eher mal miteinander gelacht.Tolle Sache – dieses Oxytocin: So was bräucht’ ich manchmal auch für meine Beziehung zu Gott.
Okay, ich bete regelmäßig, vor dem Essen und vorm Schlafengehen; aber eine richtig gute Bindung zu Gott krieg’ ich dadurch nicht so recht, wenn ich ehrlich bin. Da sind meine meisten Gebete und Bekenntnisse eher Placebos.
Aber immerhin kann ich mich trösten: Gott scheint dieses Oxytocin zu haben, dieses Hormon, das besonders durch das Gebären und Stillen entsteht. Schließlich heißt es ja in der Bibel auch: Gott ist wie eine Mutter zu uns.
Auch wenn mein Hormonhaushalt diesbezüglich ziemlich im Keller ist, so ist Gott in Bezug auf uns Menschen doch eher voll gepumpt mit ganz viel Oxytocin. Dieses Hormon ist wirklich ein Segen.
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