Evangelischer Kirchenbote: Staat kann religiöse Integration nur bedingt regeln - Schäuble und Huber in Karlsruhe

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 22/2008:

Staat kann religiöse Integration nur bedingt regeln – Schäuble und Bischof Huber: Nicht alles vor Gericht klären – Zu Freiheiten gehören auch Pflichten

Die Integration von unterschiedlichen Religionen in die Gesellschaft kann nach Auffassung führender Vertreter aus Staat und Kirche nur bedingt vom Staat geregelt werden. „Die staatliche Gesetzgebung kann nicht alles regeln, was mit Religion zu tun hat“, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Karlsruhe. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, ergänzte: „Wir entdecken die Zivilgesellschaft neu, da kann man nicht immer nach dem Kadi schreien, sondern muss auf die Kraft der Argumente setzen.“

(Sprecher: Alexander Ebel)

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RPR1 'Angedacht': Bewahrung der Schöpfung

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 1. Juni 2008:

Viele Wege führen nach Rom, sagt das Sprichwort. Viele Wege führen auch zu einem nachhaltigen Leben – bei der Tagung der pfälzischen Landessynode in Speyer haben jetzt etliche Kirchengemeinden präsentiert, was sie tun, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Bewahrung der Schöpfung ganz praktisch.

Da ging es um Nutzung erneuerbarer Energiequellen, um Gebäudedämmung, sparsame Beleuchtungskonzepte, Heizungspumpen, bessere Waschmaschinen für Kindertagesstätten. Eine Klimaoffensive wurde gestartet, mit dem erklärten Ziel, den Energieverbrauch in kirchlichen Gebäuden deutlich zu senken.

Ob es tatsächlich möglich ist, mit solchen Maßnahmen den Klimawandel aufzuhalten, das weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist Christinnen und Christen aufgegeben, verantwortungsvoll mit Gottes Schöpfung umzugehen. Das aber betrifft nicht nur Kirchengemeinden und ihre Gebäude, sondern jeden Einzelnen.

Manches ist einfach und sofort umzusetzen, man muss nur dran denken und es zur Gewohnheit machen: in der kalten Jahreszeit nicht das Fenster in Kippstellung haben und gleichzeitig heizen, sondern stoßlüften. Die Dusche beim Einseifen nicht weiterlaufen lassen, sondern abstellen. Wenn’s nicht gerade um wichtige Unterlagen geht, Papier beidseitig bedrucken. Und überhaupt: gut überlegen, ob ich diese E-Mail tatsächlich ausgedruckt brauche.

Dafür braucht es nicht einmal einen großen Sinn zur Bewahrung der Schöpfung. Man kann es auch ganz egoistisch betrachten, mit Blick auf den eigenen Geldbeutel. All das spart bare Münze. Und dient zugleich der Umwelt. Genug Motivation auch für Sie?

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Gottes Haus

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 1. Juni 2008:

Ich grüße Sie ganz herzlich mit einem Bibelspruch,
dem Losungsspruch für den heutigen Tag:
„Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.“

Gottes Haus – wie mag das wohl aussehen?
Vielleicht so wie das Haus, das der Amerikaner Roger Pelcher vor ein paar Jahren gebaut hat. Es hatte nur eine Grundfläche von neun Quadratmetern, aber es war siebzehneinhalb Meter hoch – und es war essbar! Das Baumaterial bestand gänzlich aus Pfefferkuchen! Wer’s mag wie Hänsel und Gretel, für den ist so ein Haus der Himmel auf Erden; die Pforte zum Schlaraffenland!

Oder ähnelt Gottes Haus dem Gebäude, das der Franzose Raymond gebaut hat? Sein Baumaterial: Scherben.
Scherben von über einer Million zerbrochener Teller.
Ich denke, für jemanden, der in seinem Leben einen riesigen Scherbenhaufen hinterlässt, kann es ganz tröstlich sein, wenn Gottes Haus aus eben solchen Scherben gebaut ist.

Der eine mag mehr ein Pfefferkuchenhaus, der andere wird eher durch wieder zusammengefügte Scherben getröstet und aufgebaut –
ist sicher alles möglich in Gottes Haus.

Schließlich hat Jesus einmal gesagt:
„In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“

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Pfälzische Landessynode: Einsatz für Arme und für die Schöpfung

Pfälzische Landessynode: Einsatz für Arme und für die Schöpfung

Gestern ist in Speyer die Frühjahrssynode der pfälzischen Landeskirche zu Ende gegangen. Große Aufmerksamkeit erhielt natürlich am Donnerstag die Wahl von Oberkirchenrat Christian Schad zum Nachfolger von Kirchenpräsident Eberhard Cherdron, der Ende November in den Ruhestand geht. Daneben standen aber noch andere wichtige Themen auf der Tagesordnung, zum Beispiel der Bericht des noch amtierenden Kirchenpräsidenten und das Schwerpunktthema “Bewahrung der Schöpfung”.

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