"Macht auf die Tür": Evangelische Kult-Jugendbegegnungsstätte Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim wiedereröffnet

Feierstimmung bei der Evangelischen Jugend der Pfalz: Nach über einem Jahr Renovierungszeit ist gestern das Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim wiedereröffnet worden. Die Tagungsstätte ist DAS Zentrum evangelischer Jugendarbeit in der Pfalz – kaum jemand, der nicht dort ein paar Tage seiner Konfirmandenzeit verbracht hätte. Über sechs Millionen Euro hat die pfälzische Landeskirche investiert.

Jetzt wartet das Butzerhaus mit über 100 Betten auf, davon knapp die Hälfte in einem neuen Anbau. Es gibt überdachte Freibereiche, einen vergrößerten Speisesaal mit Terrasse, eine Aula mit Bühne und sieben Tagungsräume. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz war bei der Wiedereröffnung dabei.
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RPR1 'Angedacht': Über die Verhältnisse leben
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 30. August 2008:
„Heute kaufen, in einem Jahr bezahlen…“ – keiner scheint für solche Lockangebote anfälliger zu sein als unsere Schülerinnen und Schüler. Das große Jammern kommt dann, wenn die Ratenzahlungen abgebucht werden. Viele, gerade junge Menschen, sind so in die „Schuldenfalle“ geraten.
Im Religionsunterricht sprechen wir darüber immer wieder, dass wir eben denen nicht glauben dürfen, die uns vorgaukeln, dass wir uns mehr leisten können, als wir es tun. Viel zu viele leben schon „über ihre eigenen Verhältnisse“ und merken erst viel zu spät, dass sie sich übernommen haben.
Ganz anders in dem Bibelspruch, den ich meinen Schülern sage, einen Bibelspruch, der uns geradezu auffordert, über unsere Verhältnisse zu leben. Im 37. Psalm heißt es: „Gott ist allezeit barmherzig und leiht gerne!“ Ohne Rückzahlfristen und ohne Zinsen können wir uns von Gott leihen, was wir zum Leben brauchen: Hoffnung, Halt, Ermutigung, Stärke.
Nichts davon müssen wir irgendwann einmal zurück bezahlen.
Ich meine: Ein tolles Angebot zwischen den vielen, die uns tagtäglich ins Haus flattern und uns zum Kaufen verführen wollen. Weil diese Aufforderung in keiner billigen Werbebroschüre, sondern weil dieses Angebot in der Bibel steht, in der Bibel, die zeitlos gültig ist.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Gospelfitness
Pfarrerin Carmen Deßloch, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 30. August 2008:
Gospels sind mitreißend, wie sehr, zeigt für mich Whoopi Goldbergs Filmerfolg „Sister Act”. 16 Jahre ist das schon her. Jetzt gibt’s einen neuen Trend aus den USA, und der heißt „Gospelfitness”.
Hauptsächlich Frauen können sich für diese neue Art der körperlichen und geistigen Fitness erwärmen. So wird in den Kirchen der USA nicht nur gebetet, sondern gleichzeitig auch der Körper in Form gebracht. Durchtrainierter Bizeps und wohlgeformte Körper, das wollen eben auch Christen. Und wenn es bisher nicht geklappt hat, dann wird es doch wohl mit dem nötigen Gebet und Gottes Beistand funktionieren.
Jesus auf der Seite derer, die mit ihrem eigenen Körper unzufrieden sind und mit ihm endlich schlank werden wollen. Und so hallt es durch die Kirchen: „Body and soul glorify God. Do a better Job.” Ganz nach dem Motto des Apostel Paulus:
„Verherrlicht Gott mit eurem Leib! – „Macht euren Körper zum Gottesdienst!”
Aber gerade das meint Paulus nicht. Christen sollten sich nicht dem Schlankheitswahn verpflichten und ihn als Wille Gottes verkaufen, Dazu sollte ihnen ihr Körper zu heilig sein.
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RPR1 'Angedacht': Eine Million Euro? Nein danke!
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 29. August 2008:
Ein Telefonanruf der ganz besonderen Art: Eine freundliche Dame fragt mich: „Möchten Sie eine Million Euro gewinnen?“
und staunt wohl nicht schlecht über meine Antwort: „Nein danke, heute nicht!“
Dieses Erlebnis erzähle ich Schülerinnen und Schülern einer Wirtschaftsklasse, die an meinem Verstand zweifeln: „Warum lassen Sie so eine Chance sausen?“ Etwas kleinlaut rechtfertige ich mich und erzähle ihnen von Menschen, die solches „Millionenglück“ hatten: Die ihre Arbeitsstelle aufgaben, weil sie ja nun „ausgesorgt“ hätten; die so über ihre Verhältnisse lebten, dass der Absturz schon frühzeitig vorprogrammiert war und die heute von Hartz IV leben.
Was sie mit uns gemeinsam haben? Ich denke, die Sehnsucht, in diesen wirtschaftlich so schwierigen Zeiten einfach finanziell abgesichert sein zu wollen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde es verständlich, dass sich jeder finanziell absichern will. Das ist fürs Weiter- und Überleben lebenswichtig.
Meinen Schülern erzähle ich von einem ganz anderen Reichtum. Fundort: Bibel. Neues Testament. Da schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth: „Ich danke meinem Gott …, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid in aller Lehre und aller Erkenntnis!“ (1. Korinther 1, 4+5)
Hier wird Reichtum nicht in Geld gemessen. Reich sind wir dann, wenn wir erkennen: das Wichtigste im Leben sind menschliche Beziehungen. Pflegen wir diese Beziehungen: Dankbar, hoffnungsvoll und zukunftsorientiert.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Weniger Arbeit - mehr Leben
Pfarrerin Carmen Deßloch, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 29. August 2008:
„Und dann nimmt man noch Arbeit mit ins Wochenende.”
Ein Satz, den viele Arbeitnehmer unterstreichen können. Sie wissen oft vor lauter Arbeit nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht.
Dabei braucht jeder Mensch einen Tag in der Woche, an dem er abschalten kann. Einen Tag, der nicht von Arbeit bestimmt ist. Aber die meisten trauen sich nicht, diesen Tag einzufordern. Sie sagen nicht Nein. Sie opfern lieber jedes Wochenende, damit sie Ihren Job behalten. Dabei bleiben sie selbst und andere auf der Strecke. Wie der kleine Sohn, der den Satz: „Ich habe keine Zeit um mit Dir Fußball zu spielen”, schon auswendig kann.
Es ist nicht einfach, kürzer zu treten und den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Zu groß ist für viele die Angst vor dem wirtschaftlichen Aus. Versuchen sollten Sie es trotzdem: Es gibt immer einen Weg. Denn für uns alle gibt schließlich nur das eine Leben, das wir leben können, und die Arbeit darf um des Himmels Willen nicht alles sein.
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Evangelischer Kirchenbote: Spürbare christliche Schulkultur - Das evangelische Trifelsgymnasium in Annweiler feiert 50-jähriges Bestehen
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 35/2008:
Spürbare christliche Schulkultur
Das Gelände auf dem Bannenberg hoch über Annweiler ist mit seiner Naturidylle idealer Lernort für die Schüler des Trifels-Gymnasiums. Die Einrichtung in Trägerschaft der Evangelischen Kirche der Pfalz feiert jetzt ihr 50-jähriges Bestehen.
(Sprecher: Alexander Ebel, erd Pfalz)
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RPR1 'Angedacht': Ramstein
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 28. August 2008:
Ausgerechnet bei der Flugfigur „durchstoßenes Herz“ passierte es, heute vor 20 Jahren auf der Airbase Ramstein bei Kaiserslautern: Um 15.44 Uhr kollidieren bei einer Flugschau drei der beteiligten zehn Flugzeuge. Eines davon stürzt direkt vor den 350 000 Zuschauern zu Boden.
Um 15.44 Uhr werden viele Herzen durchstoßen: durch den lauten Knall und die Feuerbälle am Himmel und auf dem Boden. Am Ende ist das Herz von 70 Menschen für immer stehen geblieben.
Die Begeisterung war im Vorfeld groß. Die Warnungen vor den Gefahren wurden sozusagen „in den Wind geschrieben“. Passieren kann eigentlich ja eh nichts. Alles ist sicher. Und so wiegen sich die Menschen in Sicherheit … bis um 15.44 Uhr an jenem Nachmittag.
Weltweit ging die Diskussion weiter, über Sinn und Unsinn solcher Flugschauen; zunächst in Deutschland verboten, wurden sie bereits nach drei Jahren schon wieder erlaubt, mit erhöhten Sicherheitsstandards. Die getöteten Besucher haben davon nichts mehr; die Schwerverletzten von damals auch nicht. Noch heute leiden viele an den Spätfolgen.
Nur etwas Bemerkenswertes haben wir diesem Schicksalstag zu verdanken: Ein neu entwickeltes Konzept von Krisenintervention und Notfallseelsorge entstand. Den oftmals ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an dieser Stelle ein von Herzen kommendes Dankeschön für ihr Engagement.
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