Fürs Presbyterium kandidieren? Wozu das denn?
Kirche ist nicht nur etwas für kleine Kinder und Senioren. Das wird heute deutlich, wenn in den pfälzischen protestantischen Kirchengemeinden die Presbyterien neu gewählt werden. Wählen dürfen zum Beispiel schon Jugendliche ab 14 Jahren. Ab 18 Jahren ist es möglich, selbst zu kandidieren. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz hat einige junge Erwachsene sowie eine “alte Häsin” gefragt, was sie zur Kandidatur motiviert.
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- Presbyteriumswahlen Pfalz
- Alles zu den Wahlen der gemeindeleitenden Gremien
Noch ein Tag bis zum Ruhestand: Kirchenpräsident Eberhard Cherdron blickt zurück auf seine Amtszeit
Nicht jeder nimmt sich für den allerletzten Tag eines langen Dienstlebens so viel vor wie Eberhard Cherdron, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz. Bevor morgen sein Ruhestand beginnt, geht es für ihn heute noch einmal richtig zur Sache. Zuerst eröffnet er in der Homburger Stadtkirche die 50. Aktion „Brot für die Welt“. Dann besucht er mehrere Kirchengemeinden, denn in der ganzen Pfalz werden heute die Presbyterien neu gewählt. Am Nachmittag dann schaut er bei der Orgeleinweihung in Miesau vorbei, bevor er sich abends in Speyer über den Ausgang der Wahlen und die Wahlbeteiligung informiert. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz sprach mit dem scheidenden Kirchenpräsidenten über Hochs und Tiefs seiner Amtszeit und seine Pläne für den Ruhestand.
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- An Eberhard Cherdrons letztem Arbeitstag wird es nochmal spannend
- Artikel auf der Homepage der pfälzischen Landeskirche
- Brot für die Welt
- Homepage der evangelischen Hilfsaktion
- Presbyteriumswahlen Pfalz
- Alles zu den Wahlen der gemeindeleitenden Gremien
RPR1 'Angedacht': Es ist genug für alle da - 50 Jahre "Brot für die Welt"
Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Sonntag, 30. November 2008:
„Es ist genug für alle da“, sagt die Mutter beim Kindergeburtstag, wenn das Chaos ausbricht, weil endlich die Spaghetti auf den Tisch kommen und sich alle gleichzeitig bedienen wollen.
„Es ist genug für alle da“, denkt sich erleichtert der Pauschalurlauber beim Anblick des gigantischen Buffets im 5-Sterne-Hotel, all you can eat, all inclusive.
„Es ist genug für alle da“ – behauptet die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“. Heute wird sie wieder eröffnet – zum 50. Mal. Und das Motto der Jubiläumsaktion? Es lautet „Es ist genug für alle da“.
Genug für alle auf der Welt. Genug an Brot, genug an Arbeit, genug an Bildung, genug an Gesundheitsvorsorge. Das klingt – auf die ganze Welt bezogen – provokant, zumindest aber trotzig. Es ist eine Kampfansage gegen alle, die behaupten: „Na ja, es reicht halt nicht für alle. Kann man nichts machen. Wer in einer armen Region der Erde geboren ist und lebt, hat eben Pech gehabt.“
Nein. Es ist genug für alle da. Es ist nur nicht gerecht verteilt zwischen Nord und Süd, zwischen West und Ost, zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern.
„Brot für die Welt“ kämpft seit 50 Jahren für ein Stück mehr Verteilungsgerechtigkeit. Heute noch hungern über 930 Millionen Menschen, eine unvorstellbare Zahl. Und trotzdem: Es ist genug für alle da. Es muss nur dorthin kommen, wo es gebraucht wird.
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Der Countdown läuft: Kirchenpräsident Cherdron eine Woche vor den Presbyteriumswahlen
Noch genau eine Woche, dann ist es so weit: Die Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche der Pfalz wählen ihre Presbyterien neu. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz hat dazu mit Kirchenpräsident Eberhard Cherdron gesprochen.
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- Die Homepage zu den Presbyteriumswahlen
RPR1 'Angedacht': Vor dem Ewigkeitssonntag
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 22. November 2008:
Es machte ihm anscheinend nichts aus, dass es ziemlich lange dauerte: Für jeden Verstorbenen und jede Verstorbene zündete er umständlich eine einzelne Kerze an, der Pfarrer meiner Kindheit. Keine Orgel, kein Lied, die ungewohnte Stille im Gottesdienst zog sich in die Länge. Mir war es peinlich.
Zwischendurch Husten, Räuspern und Naseschnäutzen aus den Bankreihen. Dazu die Schritte des Pfarrers auf dem Steinboden. Für alle sichtbar versuchte er immer wieder, den Docht einer widerspenstigen kleinen Kerze an einer großen zu entzünden. Am Schluss brannten sie dann doch noch alle in einer Reihe, die Kerzen auf dem Altar. Mehr oder weniger gerade, tapfer leuchtend mit ihrem kleinen hellen Widerschein in den nass beschlagenen grauen Fensterscheiben.
„Soll ich sterben,“ schrieb Martin Luther, „so bin ich nicht allein im Tod, leid` ich, sie leiden mit mir: Christus mit allen heiligen Engeln und Seligen im Himmel und frommen Menschen auf Erden.“
Am Sonntag gedenken evangelische Kirchengemeinden ihrer Toten, der Verstorbenen des letzten Jahres. Schön ist, wie der Tag auch genannt wird: Ewigkeitssonntag.
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RPR1 'Angedacht': Mode-Victim
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 21. November 2008:
Ein echtes Mode-Victim hat keine Wahl. Mit seidenen Schlingen gefesselt lässt sich das Mode-Opfer seine Identität von Marken und Labels diktieren, auf hochhackigen Schuhen hastet es wie eine Süchtige seiner Droge hinterher…
Ich möchte auch endlich mal wissen: Welche Rolle spielt sie denn nun, die Farbe Rot in diesem Herbst? Was ist mit den neuen ellenbogenlangen Handschuhen? 80er Jahre-Jacketts oder Rock-Kostüme im Fifty-Look? Und die große Frage: Wie hoch sind die Stiefel? Bis zum Knöchel oder übers Knie?
Bin ich jetzt eigentlich auch schon eins? Ein Modeopfer, wie die, die im Fernsehen kokett aufseufzen und ernsthaft aussagen, dass ihr Denken doch ziemlich zentral um Modefragen kreist?
Ich bin keins. Kein Mode-Victim. Denn – obwohl es mir in dieser Stiefelfrage wirklich schwer fällt – ich schaff es noch, mich ehrlich zu fragen: Was kann ich davon wirklich tragen? Wie viel Bequemlichkeit möchte ich opfern für einen gelungenen Auftritt? Und: Wie viel Geld bin ich bereit, dafür ausgeben? Das entscheide ich selbst, da bin ich kein Opfer, sondern frei.
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RPR1 'Angedacht': Dessen Name nicht genannt werden darf
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 20. November 2008:
„Der, dessen Name nicht genannt werden darf.“ So hieß bekanntlich der gefährliche Widersacher bei Harry Potter, dessen Name nur Harry Potter aussprechen konnte. Und auch wer den Namen des großen Führers Nordkoreas, dessen Name Ausländer nicht in den Mund nehmen dürfen, ausspricht, bekommt Ärger. Und das nicht nur im Roman, denn die Namensnennung des Diktators Kim ist bei hoher Strafe verboten – in der zur Zeit letzten stalinistischen Diktatur.
„Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.“ Heißt es schon in der Bibel. Gottes Name wurde in der Bibel so verschlüsselt, dass er beim besten Willen nicht mehr auszusprechen war.
Anders als bei Voldemort und Kim hat dieser unaussprechliche Name einen heilvollen Sinn: „Finde selber heraus, wer Gott ist!“ Ein Name, der sich verhüllt, um Größeres zu enthüllen. Ein Gebot, das nicht Strafe ist, sondern Aufforderung zur Suche. Der Name Gottes, der in der Bibel selbst schon so übersetzt wurde: „Ich bin der, als der ich mich euch je und je erweisen werde.“
Auf die ganz besondere Beziehung kommt es an, wie Gott sich zu jedem einzelnen Menschen verhält: verheißungsvoll und erhellend, tröstend und liebend. Die Aufgabe heißt:„Suche selbst die richtigen Namen für Gott, wie er sich dir je und je erweist.“
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