RPR1 'Angedacht': Jesus aufnehmen
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 2. Dezember 2008:
„Ich möchte gerne in diese Clique hinein, aber die nehmen mich nicht auf.“ Als Jugendpfarrer höre ich das öfter von Jugendlichen. Und immer ist es hart.
Als ich noch Konfirmand war, mussten wir sammeln gehen für ein soziales Werk. Manche schlugen einem die Tür vor der Nase zu. Das tat in der Seele weh.
Umgekehrt war ich manchmal schon so platt, dass auch ich anderen nicht geöffnet habe. Wohl gefühlt habe ich mich dabei aber nicht.
Ich kenne eine Frau, an deren Haustür klingeln oft Kinder. Und sie nimmt sie auf, beschäftigt sich mit ihnen und kümmert sich um sie. Und diese Frau sagt mir, sie selbst sei dadurch so sehr beschenkt.
Auf solche Erfahrungen spielt die Bibel in einem Wort über Jesus an. Im Johannesevangelium im ersten Kapitel heißt es:
„Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“ Auch Jesus macht die schmerzhafte Erfahrung, dass er nicht aufgenommen wird.
Diejenigen, die man aufnimmt, beschenken einen. Und wer das Gotteskind Jesus aufnimmt, der wird so sehr beschenkt. Der wird geradezu selber so richtig zu einem Gotteskind.
Menschen aufnehmen, Kinder aufnehmen, Jesus aufnehmen. Advent ist eine gute Übungszeit dafür. Auch für Sie?
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Abi 2020
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 2. Dezember 2008:
Clara, Nils oder Lars an Bord – diese Info auf der Heckscheibe meines Vordermanns kannte ich ja schon, aber Abi 2020? Da musste ich schon genauer hinschauen und auch ein wenig rechnen.
Der Sprössling ist also vor ein paar Wochen in die Schule gekommen, quält sich im Moment durchs Alphabet und durchforstet den Zahlenraum bis 10. Die stolzen Eltern sehen den Weg, vielleicht mit einem Schuss Ironie versehen, schon vorgezeichnet. Grundschule, Gymnasium – und bitte möglichst zielstrebig und gut Abitur, danach Studium, auch das bitte in Rekordzeit und einen gut verdienenden Job, Familie, Haus, zwei Kinder, vielleicht ein Boot, zumindest aber ein schickes Auto.
Ob Clara, Nils oder Lars das auch so sehen? Ob da Zeit ist für Umwege und vielleicht auch mal eine Parkrunde? Und was ist, wenn die drei lieber ein Handwerk erlernen wollen statt Abi zu machen, lieber draußen rumtollen als Geige spielen, und in der Pubertät alles andere wichtiger wird als die Schule?
Geben wir unseren Kindern doch den Freiraum, den sie brauchen. Nehmen wir doch in Kauf, dass unsere Erwartungen und ein gelingendes Leben nicht unbedingt ein und dasselbe sind und geben ihnen die Chance, sich so zu entwickeln, wie es für sie gut ist.
Aber all das passt nicht auf einen Autoaufkleber.
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